Winterharte Stauden für Sonne bis Schatten

Diese Rubrik umfasst die allermeisten unserer Stauden, sei es für schattigen Lagen oder für die volle Sonne. Hier finden Sie die klassischen Beetstauden, aber auch manche exquisite Seltenheit. Stauden der Prärien und Steppen, besondere Wildstauden aus aller Welt, sowie mancherlei Neuheit sind ebenfalls hier aufgelistet. Alle weiteren Stauden wie Gräser, Farne, Alpine und Steingartenstauden etc. sind in extra Kategorien zusammengefasst, welche Sie rechts im entsprechenden Feld problemlos anklicken können. NEU heißt Neuaufnahme und wird alle zwei Jahre zum Altbestand aktualisiert. Unsere Stauden sind nicht zum Verzehr geeignet, es sei denn, dies ist bei einzelnen Arten ausdrücklich vermerkt.
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Aconitum (3) - Eisenhut

Die Eisenhüte sind ebenfalls sehr bekannte Stauden für unsere Gärten, auch wenn diese hochgiftig sind! Die meisten benötigen kräftige, gleichmäßig feuchte Böden und sind dankbar, wenn sie in lichten Halbschatten gepflanzt werden. Dies gilt besonders in Gegenden, wo heiße Sommer mit trockenen Ostwinden vorherrschen. Am besten wachsen Eisenhüte in unseren Alpentälern, sowie den Mittelgebirgen. Gelegentliche Kompostgaben sorgen für ein vitales Wachstum.

Aconogonon (1) - Hoher Knöterich

Spektakuläre Solitärstauden für Einzelstellungen. Die Hohen Knöterich sind in letzter Zeit durch ihre enorm lange Blütezeit wieder verstärkt in Mode gekommen! Nach der ersten Blüte sollten die Rispen auf die Hälfte zurückgeschnitten werden, damit ein sicherer, zweiter Blütenansatz gewährleistet ist. (Starke Pflanzen in 11cm-Containern) Die Namensgebung dieser Knöterichgewächse ist leider noch lange nicht abgeschlossen und wechselt daher ständig. Darum bleiben wir bei der sehr praktikablen Einteilung, wobei Persicaria verzweigte Rispen mit den typischen, länglichen Knöterichblüten besitzen, hingegen Bistorta einzelne Blüten haben. Fallopia und Aconogonum sind dann jene hochwachsende Knöterichgewächse mit "büschelig" bis locker verzweigten Blütenständen.

Actaea (Cimicifuga) Cimicifuga cordifolia (5) - Christophskraut, Silberkerze

Am richtigen Standort zählen diese Pflanzen zu den ausdauerndsten Stauden, die wir besitzen. Sie entwickeln ihre volle Pracht erst nach einigen Jahren, also ist etwas Geduld angesagt. Frische, nährstoffreiche und humose Böden in kühler, halbschattiger Lage sagen den Silberkerzen am meisten zu. Partner sind Storchschnäbel, Lungenkräuter, Funkien und Astilben. (Alle Arten werden in 11cm-Container kultiviert)

Adenophora (1) - Becherglocke, Schellenglocke

Vielgestaltige Staudengattung aus der Familie der Glockenblumengewächse, der Unterschied ist für Laien nur schwer festzustellen. Einige kommen in Europa vor, die meisten jedoch aus Ostasien.

Adonis (3) - Adonisröschen

Sehr begehrte und am richtigen Standort sehr langlebige Stauden mit herrlichen, sehr auffälligen Blüten! Adonisröschen sind immer langwierig in der Aufzucht und benötigen einige Jahre Wachstum, bis sie zu ihrer vollen Schönheit gelangen. Dabei sollten sie möglichst ungestört wachsen können. Man unterscheidet Arten, welche aus Steppen stammen und sich daher für sonnige, trockene Standorte im Garten eignen, als auch solche, die Halbschatten und Humus vorziehen.

Aegopodium (2) - Giersch,

Der Giersch wird zu Recht im Garten verwünscht! Allerdings existieren zwei Auslesen, welche sich wesentlich geziemter benehmen. Sie wuchern längst nicht so wie ihre grünblättrige "Mutter". In den USA wird die weißbunte Form als großflächiger Bodendecker im öffentlichen Grün verwendet. Außerdem sind die jungen Blättchen in der Gourmetküche sehr begehrt.

Ajuga (7) - Günsel

Die meisten der Günsel sind Bodendecker, die frischen, nährstoffreichen, humosen Boden in halbschattiger Lage schätzen. Öfters aufnehmen oder Erde in die Polster füllen, dann machen die Teppiche einen immer ordentlichen Eindruck! Es existieren eine Menge an Sorten, wobei die buntblättrigen für lebendige Akzente sorgen, jedoch nicht alle gleichermaßen gut wachsen.

Allium (1) - Lauch, Sternkugellauch

Sehr vielseitige Staudengattung, deren Arten in fast allen Lebensbereichen des Gartens Verwendung finden. Hier sind die höheren Arten angeführt, die für Beete und Freiflächen geeignet sind. Jede Menge weitere Arten und Sorten siehe unter der Rubrik Steingartenpflanzen!

Hinweis: Besonders die Sorten des Schnittlauchs können sowohl im Alpengarten, in Trögen, auf Dachgärten und in Rabatten verwendet werden. Kaum eine andere Staude lässt sich so vielseitig einsetzen, dies ist leider viel zu wenig bekannt! Nach der Blüte zurückschneiden, da sich Schnittlauchsorten gerne selbst aussähen. Dies ist unerwünscht, die Sämlinge verdrängen die echte, eigentliche Sorte!

Tipp für alle Arten, welche aus Zwiebeln an höheren Stängeln im Frühjahr blühen (Beispiel Allium afl. 'Purple Sensation, Allium 'Globemaster'): Hier ist es sinnvoll, diese entweder schon im Herbst oder im zeitigen Frühjahr noch während des März oder Anfang April zu bestellen. In der Blütezeit ab Mitte Mai ist ein Verschicken nahezu unmöglich. Eine Alternative wäre das Abholen in der Gärtnerei! Wir werden immer gefragt, warum die Blätter des Zwiebellauchs schon während der Blüte von außen her einzutrocknen beginnen. Liebe Gartenbesitzer, dies ist ein vollkommen natürlicher Vorgang und artspezifisch ausgeprägt, auch wenn dies für viele Pflanzenliebhaber unschön aussieht. Wen dies stört, der kann die eingetrockneten Teile der Blätter wöchentlich mit einer Schere einkürzen. Viele höher wachsende Arten wie A. schubertii und die Sorten befinden sich in 11cm-Töpfen und sind stets blühfähig!

Anemone (138) - Buschwindröschen, Waldanemone

- Eine unserer Hauptkulturen! -

Ein großer Schwerpunkt unserer Staudengärtnerei liegt im Sammeln von Buschwindröschen. Wir bekamen viele dieser lieblichen Vorfrühlingsblüher im Tausch, teilweise aus den unterschiedlichsten Ländern, sie stammten von Hobbyzüchtern, Sammlern und Staudengärtnerkollegen. Es macht großen Spaß, die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten herauszufiltern und mit den Jahren kennenzulernen!

Bekannte Sorten wie 'Robinsoniana' oder 'Allenii' sind seit Jahrzehnten in vielen Gärten und Gärtnereien beliebt und weit verbreitet. Der überwiegende Teil des Sortimentes ist jedoch nur selten in unseren Gärten vertreten. Dabei sind sie alle sehr anspruchslos und werden von Jahr zu Jahr immer prächtiger und schöner! Im Gegensatz zum Naturstandort bilden Buschwindröschen in der Gartenkultur wesentlich dichtere Horste und sind zur Blütezeit eine echte Augenweide.

Pflanzen Sie in Ihrem Garten eine kleine Kombination aus Scharbockskräutern, Lerchenspornen, Alpenveilchen, Lenzrosen und Funkien. Buschwindröschen schätzen Halbschatten in kräftigem lehmig-humosen Boden. Bei sachgemäßer Pflanzung entwickelt sich dieses Ensemble zu einem wahrlich beglückendem Vorfrühlings-Stimmungsbild.

Einige exquisite Sorten werden jedoch durch ihr langsames Wachstum stets limitiert verfügbar sein. In den letzten beiden Jahren entstand auf einige Sorten ein wahrer Run, sodass ein rechtzeitiges Bestellen im Winter oder zeitigem Frühjahr für eine komplette Lieferung vonnöten ist.

Beachten Sie auch die neuen Sorten des estnischen Sammlers Taavi Tuulik. Diese bestechen durch ihre goldgelben, meist dicht gefüllten Blüten oder durch ihre oft skurile und eigentümliche Blütenform. Wenngleich sich auch sehr viele dieser Sorten auf den ersten Blick stark ähneln, der Reiz liegt wie immer im Detail verborgen, sowie in ihrer versetzten Blütezeit. Die meisten von ihnen wachsen zufriedenstellend, andere hingegen sind in ihrer Vermehrungsrate eher als "zäh und zickig" zu bezeichnen! Auch haben wir auch jetzt schon der Vollständigkeit halber einige neuere Sorten aus England angeführt, welche nach ausreichender Vermehrung in den Verkauf gelangen. Wir sind außerdem bestrebt, zu jeder Sorte authentisches Bildmaterial einzustellen, doch erfordert dies einen überaus großen Zeitaufwand, dies noch dazu in der allerhektischsten Zeit des gesamten Jahres!

Richten Sie sich bei Ihrer Anemonenbestellung bitte stets nach der jeweiligen, momentanen Verfügbarkeit der einzelnen Sorten. Diese kann sich bei Seltenheiten schnell ändern, wir sind bemüht, gerade hier die Verfügbarkeit so exakt wie möglich zu dokumentieren.

Die Vermehrung unseres Anemonensortimentes erfolgt in der Regel im Hochsommer, wenn die Pflanzen eingezogen sind. Dies bedeutet, dass schon im September die allermeisten Sorten wieder verfügbar sind, logischerweise aber nicht jene Qualität aufweisen, die sie im kommenden Frühjahr während der Blüte und besonders danach besitzen. Es lohnt sich während des Herbstes zu bestellen, da zu diesem Zeitpunkt alle Sorten verfügbar sind, oder aber erst gegen Ende Juni, wenn die Anemonen einziehen. Hier ist sicher die Qualität am besten, da der jährliche Zuwachs im Topf bereits abgeschlossen ist. Allerdings sind gerade um diese Zeit die selteneren Sorten oft schon vergriffen.

Gängige Sorten weisen eine starke Qualität auf, mit einer größeren Rhizomanzahl pro Topf, Seltenheiten, sowie langsam wachsende Sorten entsprechend weniger. Alle Anemonen werden ausschließlich getopft angeboten, es sei denn, es wird ausdrücklich gewünscht, die Rhizome lose zu verschicken, was sich bei einer größeren Bestellung im Herbst oder für Drittstaaten empfiehlt, um so die Versandgebühren zu minimieren.

Anemone 2 (5) - Hohe Herbstanemone

- Japananemone, "Autumn-Flowering-Group" - Sehr wertvolle Stauden, sei es für jeden Garten, wie auch für das Öffentliche Grün gleichermaßen! Meist erfreuen sie uns schon ab August bis in den Oktober hinein mit ihrer überschwänglichen Blütenfülle, und dies über viele Jahre! Man sollte den Herbstanemonen ausreichend Platz einräumen, damit sie sich auch optimal entwickeln können. Ein halbschattiger Standplatz ist zwar ideal, aber bei frischem Boden nicht unbedingt notwendig, denn auch in voller Sonne bilden die Japananemonen mit den Jahren breite Horste. Die Artzugehörigkeit kann nicht mehr exakt festgestellt werden, daher sprechen wir heute von Anemonen der "Autumn-Flowering-Group" (Herbstblühende Gruppe), wobei es einfachblühende und halbgefüllte Sorten gibt.

Herbstpflanzung ist wie auch eine Frühjahrspflanzung gleichermaßen ideal, doch im Herbst sollte stets etwas tiefer gepflanzt werden, um ein etwaiges Hochfrieren zu verhindern. So wurzeln diese herrlichen Spätblüher bestens ein und erfreuen uns ganz besonders in den darauf folgenden Jahren! Alle Sorten befinden sich in einer starken Verkaufsqualität in 11cm-Töpfen.

Anemonella (1) - Rautenanemone

Quasi die amerikanische Ausgabe unseres europäischen Muschelblümchens (Isopyron). Hat die gleichen Ansprüche, also leicht beschatteter Standort, lehmig-humos und will möglichst in Ruhe gelassen werden, um so schöner entwickeln sich die kleinen Horste.

Anemonopsis (1) - Scheinanemone

Nicht ganz einfache Gattung, jedoch zur Blütezeit eine wahre Augenweide. Verlangt einen kühlen Standort in leicht saurem Humusboden mit etwas Lehmanteil.

Aquilegia (1) - Akelei

Akeleien sind unverzichtbare Stauden in unseren Gärten geworden. Manche Sorten sorgen durch ihre aparten Blüten für nostalgisches Flair, andere sind reine Wildstauden. Wer möchte, dass sich die alten Sorten wie 'Norah Barlow' echt erhält, sollte entweder nur diese eine Sorte im Garten besitzen oder aber die Blüten einbinden und handbestäuben. Demgegenüber steht einer reichlichen Durchmischung, welche für mancherlei Überraschungen sorgt!

Arisaema (7) - Feuerkolben, Kobralilie

Interessante, Aronstab ähnliche Gattung aus Nordamerika und Ostasien mit sehr vielen Arten, die alle mehr oder weniger gut winterhart sind. Sie bevorzugen kühle, schattige Standorte und wollen zu Beginn relativ tief gepflanzt werden, etwa 4 x so tief wie die Knolle dick ist. Auf keinen Fall unterschätzen sollte man eine gute Ernährung der Feuerkolben!

Es gelangen in erster Linie blühfähige Knollen zum Verkauf!

Arum (3) - Aronstab

Diese Halbschattenpflanzen sind anspruchslos, sowie dekorativ durch ihre marmorierten oder gepunkteten Blätter. Von Jahr zu Jahr werden sie üppiger. Besonders schön ist der langanhaltende orange Beerenschmuck im Herbst. Um große Horste zu erhalten, ist der Aronstab auch für gelegentliche kräftige Düngergaben sehr dankbar! Halbschattiger Standort.

Aruncus (2) - Geißbart

Die neuen Hybriden zeichnen sich duch ihren kompakten Habitus und ihren reichen Blütenansatz aus. Sie gedeihen in jedem guten Gartenboden, von sonniger Lage bis in den Halbschatten. Im Gegensatz zu den Astilben verträgt der Geißbart auch wesentlich trockenere Böden. Alle werden ausschließlich vegetativ vermehrt, um die Sortenechtheit zu gewährleisten!

Asarum (1) - Haselwurz, Wild Ginger

Blattschmuckstauden für den tiefen Schatten, langsamwachsender Bodendecker, auch unter Nadelgehölzen. Auffällig ist auch der intensive und für mich sehr anregende Duft der Rhizome und Blüten nach Patchouli oder Ingwer!

Asperula (1) - Meier, Meister

Artenreiche Gattung, welche in den unterschiedlichsten Gartenbereichen Verwendung finden. Insgesamt handelt es sich hier um verlässliche Wildstauden, die besonders mit trockenen Standorten im Halbschatten gut zurecht kommen. Lockere Gruppen wie auch als größere Flächen!

Aster (6) - Aster

Eine unserer HAUPTKULTUREN !

Wundervolle Herbstblüher, die in unseren Beeten nicht fehlen sollten! Es existiert eine riesige Fülle an Formen und Farben. Interessant und ungewöhnlich sind außerdem viele selten in Kultur befindliche Wildarten, die in unseren Gärten noch zu wenig ausprobiert werden! Einige Kollegen beklagen den rückläufigen Absatz, übersehen dabei jedoch die Sortimentsbreite und deren Vielgestaltigkeit, sowie deren vielseitige Verwendungsmöglichkeit. Bedenkt man die Gesamtblütezeit der Gattung, so kommt man immerhin auf über 5 Monate, da die ersten Astern schon Anfang Juni blühen und die letzten Ende November vergehen. Die meisten der Astern sind übrigens ganz hervorragende Insektenmagneten! Zur Pflege sei gesagt, dass die meisten Astern im Herbst zurückgeschnitten werden sollten. Der Grund liegt in der zumeist unerwünschten Selbstaussaat mancher Sorten. Sehr viele unserer Astern werden 9 x 9, aber vor allem in 11-cm-Containern kultiviert. Es sind daher starke Verkaufspflanzen!

Eine Menge unser Astern sind im Schaugarten zu bewundern, oder in einem extra neu angelegten Stecklingsquartier, da die allermeisten Astern vegetativ vermehrt werden.

Nach der botanischen Nomenklatur wurde die gesamte Gattung Aster in viele neue Gattungen eingeteilt, echte Astern existieren nurmehr wenige! Wenngleich wir uns in diesen Dingen normalerweise recht schnell an neue Namensregeln und botanische Erkenntnisse gewöhnen, halten wir uns der besseren Transparenz und Übersichtlichkeit wegen nicht an diese Einteilung, setzen den neuen Namen jedoch in Klammern hinter die entsprechenden Arten.

Astilbe (7) - Prachtspiere

Wie die Astern sind auch die Prachtspieren wichtige und unverzichtbare Stauden, mit denen effektvolle Pflanzenkombinationen zwischen Gehölzen geschaffen werden können. Sie verlangen einen nahrhaften, frischen und humosen Boden, was besonders für den Gehölzbereich gilt. Nur in mittlerer Geselligkeit pflanzen, etwa in Gruppen zu 7 bis 15 Stück!

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