Winterharte Stauden für Sonne bis Schatten

Diese Rubrik umfasst die allermeisten unserer Stauden, sei es für schattigen Lagen oder für die volle Sonne. Hier finden Sie die klassischen Beetstauden, aber auch manche exquisite Seltenheit. Stauden der Prärien und Steppen, besondere Wildstauden aus aller Welt, sowie mancherlei Neuheit sind ebenfalls hier aufgelistet. Alle weiteren Stauden wie Gräser, Farne, Alpine und Steingartenstauden etc. sind in extra Kategorien zusammengefasst, welche Sie rechts im entsprechenden Feld problemlos anklicken können. NEU heißt Neuaufnahme und wird alle zwei Jahre zum Altbestand aktualisiert. Unsere Stauden sind nicht zum Verzehr geeignet, es sei denn, dies ist bei einzelnen Arten ausdrücklich vermerkt.
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Aconogonon (1) - Hoher Knöterich

Spektakuläre Solitärstauden für Einzelstellungen. Die Hohen Knöterich sind in letzter Zeit durch ihre enorm lange Blütezeit wieder verstärkt in Mode gekommen! Nach der ersten Blüte sollten die Rispen auf die Hälfte zurückgeschnitten werden, damit ein sicherer, zweiter Blütenansatz gewährleistet ist. (Starke Pflanzen in 11cm-Containern) Die Namensgebung dieser Knöterichgewächse ist leider noch lange nicht abgeschlossen und wechselt daher ständig. Darum bleiben wir bei der sehr praktikablen Einteilung, wobei Persicaria verzweigte Rispen mit den typischen, länglichen Knöterichblüten besitzen, hingegen Bistorta einzelne Blüten haben. Fallopia und Aconogonum sind dann jene hochwachsende Knöterichgewächse mit "büschelig" bis locker verzweigten Blütenständen.

Adenophora (1) - Becherglocke, Schellenglocke

Vielgestaltige Staudengattung aus der Familie der Glockenblumengewächse, der Unterschied ist für Laien nur schwer festzustellen. Einige kommen in Europa vor, die meisten jedoch aus Ostasien.

Allium (0) - Lauch, Sternkugellauch

Sehr vielseitige Staudengattung, deren Arten in fast allen Lebensbereichen des Gartens Verwendung finden. Hier sind die höheren Arten angeführt, die für Beete und Freiflächen geeignet sind. Jede Menge weitere Arten und Sorten siehe unter der Rubrik Steingartenpflanzen!

Hinweis: Besonders die Sorten des Schnittlauchs können sowohl im Alpengarten, in Trögen, auf Dachgärten und in Rabatten verwendet werden. Kaum eine andere Staude lässt sich so vielseitig einsetzen, dies ist leider viel zu wenig bekannt! Nach der Blüte zurückschneiden, da sich Schnittlauchsorten gerne selbst aussähen. Dies ist unerwünscht, die Sämlinge verdrängen die echte, eigentliche Sorte!

Tipp für alle Arten, welche aus Zwiebeln an höheren Stängeln im Frühjahr blühen (Beispiel Allium afl. 'Purple Sensation, Allium 'Globemaster'): Hier ist es sinnvoll, diese entweder schon im Herbst oder im zeitigen Frühjahr noch während des März oder Anfang April zu bestellen. In der Blütezeit ab Mitte Mai ist ein Verschicken nahezu unmöglich. Eine Alternative wäre das Abholen in der Gärtnerei! Wir werden immer gefragt, warum die Blätter des Zwiebellauchs schon während der Blüte von außen her einzutrocknen beginnen. Liebe Gartenbesitzer, dies ist ein vollkommen natürlicher Vorgang und artspezifisch ausgeprägt, auch wenn dies für viele Pflanzenliebhaber unschön aussieht. Wen dies stört, der kann die eingetrockneten Teile der Blätter wöchentlich mit einer Schere einkürzen. Viele höher wachsende Arten wie A. schubertii und die Sorten befinden sich in 11cm-Töpfen und sind stets blühfähig!

Aster (0) - Aster

- Eine Schwerpunktkultur von Sarastro-Stauden! -

Wundervolle Herbstblüher, die in unseren Beeten nicht fehlen sollten! Es existiert eine riesige Fülle an Formen und Farben. Interessant und ungewöhnlich sind außerdem viele selten in Kultur befindliche Wildarten, die in unseren Gärten noch zu wenig ausprobiert werden! Einige Kollegen beklagen den rückläufigen Absatz, übersehen dabei jedoch die Sortimentsbreite und deren Vielgestaltigkeit, sowie deren vielseitige Verwendungsmöglichkeit. Bedenkt man die Gesamtblütezeit der Gattung, so kommt man immerhin auf über 5 Monate, da die ersten Astern schon Anfang Juni blühen und die letzten Ende November vergehen. Die meisten der Astern sind übrigens ganz hervorragende Insektenmagneten! Zur Pflege sei gesagt, dass die meisten Astern im Herbst zurückgeschnitten werden sollten. Der Grund liegt in der zumeist unerwünschten Selbstaussaat mancher Sorten. Sehr viele unserer Astern werden 9 x 9, aber vor allem in 11-cm-Containern kultiviert. Es sind daher starke Verkaufspflanzen!

Eine Menge unser Astern sind im Schaugarten zu bewundern, oder in einem extra neu angelegten Stecklingsquartier, da die allermeisten Astern vegetativ vermehrt werden.

Nach der botanischen Nomenklatur wurde die gesamte Gattung Aster in viele neue Gattungen eingeteilt, echte Astern existieren nurmehr wenige! Wenngleich wir uns in diesen Dingen normalerweise recht schnell an neue Namensregeln und botanische Erkenntnisse gewöhnen, halten wir uns der besseren Transparenz und Übersichtlichkeit wegen nicht an diese Einteilung, setzen den neuen Namen jedoch in Klammern hinter die entsprechenden Arten.

Bergenia (3) - Riesensteinbrech, Bergenie

Die Bergenien sind unverzichtbare Aristokraten innerhalb des Staudenreiches und fast überall zu verwenden, sozusagen die reinsten Allrounder! Besonders verdienen sie sich als industrie- abgasfeste Pflanzen in Städten, als auch als Einfassungsstaude, unter Gehölzen und in größeren Steingärten. Bemerkenswert ist auch die Winterfärbung der ledrigen, wintergrünen Blätter bei manchen Sorten. Die dicken Horste auf dem Bild zeigt eines der besten Beispiele über Dauerhaftigkeit und Anspruchslosigkeit von Bergenien. Diese stolzen Horste sind weit über 40 Jahre alt und stehen in Laufenburg-Hauenstein im südlichen Baden, meiner alten Heimat! Reichblühende Sorte können auch in jeder Beetsituation untergebracht werden. Alle Bergenien befinden sich im 11cm-Topf, also kräftige Ware!

Bistorta (0) - Knöterich

Die Gattung Bistorta unterscheidet sich von den restlichen Knöterich durch ihre unverzweigten Blütenstände. Kennzeichnend hierfür ist der Wiesenknöterich.

Buglossoides (1) - Steinsame

Diese Staude bildet mit der Zeit dichte Teppiche, die zur Blütezeit sehr auffallen. Hervorragender Bodendecker für trockenen Schatten!

Equisetum (1) - hyemale var. camtschaticum, Riesenschachtelhalm

Wenn diese Pflanzen am richtigen Standort stehen, dann geben sie ein archaisch anmutendes Bild ab! Der Schachtelhalm allegemein gehört ja zu jenen Pflanzen, die schon im Erdzeitalter Karbon die Welt als Bäume besiedelten.

Fragaria (1) - Erdbeere

Die Walderdbeeren stellen hervorragende Bodendecker für den Gehölzrandbereich dar. Gleichzeitig liefern sie die beliebten Früchte.

Geranium (0) - Storchschnabel

Diese für jeden Gartenbesitzer zweckfüllende, aber auch reizvolle Gattung ist nicht nur unersetzlich, sondern auch vielseitig verwendbar, dekorativ und dauerhaft! Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind anspruchslos, viele decken den Boden sehr gut, haben daher eine Funktion der so vielgepriesener Pflegeleichtigkeit. Viele Geraniumsorten sind überdies sehr wertvolle Füll- und Begleitstauden für Beete aller Art!

Die niedrigen Arten und Sorten, so wie z.B. G. cinereum und G.dalmaticum können in Steingärten, Dachgärten und Trögen in sonniger, trockener Lage gepflanzt werden. Die meisten anderen schätzen einen eher halbschattigen Standort und wachsen in jedem normalen Gartenboden. Bei den bodendeckenden, rhizombildenden Arten benötigt man zwischen 5 und 7 Pflanzen/ qm. Diese Pflanzdichte trägt dazu bei, daß bei normaler Bodenqualität eine Fläche nach 2 Jahren zugewachsen ist. Die meisten aller Storchenschnäbel blühen von Mai bis Anfang Juli, einige remontieren im Herbst oder sind nahezu Dauerblüher. Ständig kommen weitere Neuzüchtungen hinzu (derzeit sind etwa 700 Sorten weltweit in Kultur). Das Sortiment ist aber im Vergleich zu Iris, Rosen oder Taglilien immer noch übersichtlich und die Möglichkeiten bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ganz besonders gefragt sind heutzutage jene dauerblühenden und standfesten Geranium, die keinen Mehltau bekommen und obendrein eine schöne Herbstfärbung aufweisen.

Wir haben nach vielen Jahren des Sammelns und Sichtens unser Sortiment aus Gründen der Rationalität, sowie der abnehmenden Nachfrage in den letzten Jahren wieder reduziert, da wir finden, dass es beispielsweise keinen Sinn macht, über 20 sehr ähnlich aussehende, blaue Beetstorchenschnabel anzubieten. Noch vor 15 Jahren besaßen wir über 200 Arten und Sorten Geranium und produzierten im Jahr rund 20.000 Töpfe der unterschiedlichsten Sorten. Dies hat sich sehr geändert, jetzt sind es nicht einmal die Hälfte!

Der durch den Klimawandel bedingte Katastrophenwinter (viel zu milder Winter, frostiger März ohne Schneeschutz!) hat überdies hinaus seinen Beitrag geliefert, in dem etliche Sorten im Topf das Zeitliche segneten, obgleich sie ausgepflanzt absolut hart sind. So sind uns von über 20 Geranium-phaeum-Sorten lediglich eine Handvoll übrig geblieben und mussten mühevoll wieder aufgebaut werden! Ja, selbst so etwas Robustes wie G. phaeum ist in ihrer Topfkultur anders zu betrachten als ausgepflanzt!

Glechoma (1) - Gundermann

Eine kleine Lippenblütlergattung, die uns als willkommener Bodendecker in Halbschatten dient, neuerdings sogar als Beiwerk in Balkonkisten findet.

Iris (0) - Schwertlilie

Schwertlilien hat der Mensch immer schon bewundert und ihre exotisch wirkenden Blüten verehrt. Auch heute noch finden wir fast überall im Mittelmeerraum und besonders im Orient alte Schwertliliensorten in Schlossgärten und auf Gräbern. Außerordentlich vielgestaltige Gattung, deren wunderschöne Blüten in keinem Garten fehlen dürfen. So vielseitig die Gattung ist, so unterschiedlich sind auch ihre Ansprüche. Der Vollständigkeit halber sind hier auch die Zwergiris für trockene Steingärten mitangeführt. Von den Bartiris sind weltweit über 60.000 Sorten bekannt, damit gehören sie zu den umfangreichsten Staudengattungen überhaupt. Beachten Sie unser Angebot der selten kultivierten Regeliocyclus- und Arilbred-Iriskreuzungen! Die Übergänge dieser speziellen Gruppen sind fließend.

Maianthemum (1) - Schattenblume

Zarte Kleinstauden mit großem Charme! Alle bilden sie im Garten eine dichte Bodendecke. Halbschatten in frischem Boden.

Melittis (2) - Immenblatt

Einheimische Staude, die in ihrer Blütenfarbe außerordentlich variabel ist. Der beste Standort ist der trockene Gehölzrand, zusammen mit Nieswurz, Mandelwolfsmilch, Buschwindröschen- und Scharbockskrautsorten. Leider etwas langwierige in der Vermehrung! Es dauert etwa zwei Jahre, bis die Verkaufspflanzen einigermaßen erstarkt sind. Dafür besitzen wir eine sehr ausdauernde Staude, welche auch trockene Zeiten problemlos übersteht!

Patrinia (3) - Goldbaldrian

Wertvolle Sommerblüher für halbschattige Gehölzränder in nicht zu trockenen Böden. In unseren Schaubeeten ist Patrinia scabiosifolia ein echter Blickfang! Einige Arten erhalten sich problemlos durch gemäßigte Selbstaussaat. In letzter Zeit wurden aus Ostasien verschiedene für unsere Gärten vollkommen neue Arten eingeführt. Es lohnt sich, den Goldbaldrian im Garten auszuprobieren!

Ranunculus (0) - Zwerg-Ranunkel

(neuerdings auch unter Ficaria verna) - Eine Hauptkultur von Sarastro-Stauden -

Das Scharbockskraut, sowie einige Vertreter der Hahnenfüße rufen nach unserem gärtnerischen Verständnis eher negative Aspekte und Assoziazionen hervor. Sie galten bisher als gefürchtetes Unkraut mit wuchernden Wuchseigenschaften, welche andere Frühlingsstauden verdrängen, daneben aber auch in der Küche gut zu verwenden ist.

Nach so vielen Jahren der Stagnation erleben diese liebenswerten Stauden nun eine ungeahnte Renaissance! Besonders beliebt sind alle Sorten mit dunklen Blättern oder gefüllten Blüten. Die von uns angebotenen Sorten des Scharbockskrautes (Ranunculus ficaria, syn. Ficaria verna) stammen jedoch von einer botanischen Variante ab, welche nicht wuchert, die auch keinerlei dieser verheerenden Knöllchen (Bulbillen) in den Blattachseln bildet. Es existieren die absonderlichsten Formen, Auslesen und Farben davon, die überhaupt nichts mit unserem bekannten Wucherscharbockskraut gemein haben! Wir hatten uns vor vielen Jahren eine größere Anzahl von John Carter schicken lassen. Er war dazumal der National Plant Collection-Holder und Züchter dieser englischen Scharbockskräuter. Es glichen sich viele der Sorten derart, dass wir inzwischen nur deutlich unterscheidbare Sorten im Sortiment behalten haben! Allesamt sind sie jedoch sehr liebenswerte Gartenstauden, die wir nie mehr missen möchten!

Leider gestaltet sich die Topfkultur nicht immer ohne Probleme, immer wieder treten bei Kahlfrösten unvorhergesehene Winterschäden auf, trotz Schutzmaßnahmen und trotz ihrer hervorragenden Winterhärte, wenn diese ausgepflanzt im Garten stehen. Wir ziehen diese liebenswerten Frühlingsblüher deswegen in Frühbeetkästen, dort stehen sie geschützt.

Besonders schön kommen sie zwischen Lenzrosen und Frühlingsalpenveilchen zur Geltung. All diese Sorten haben sich bei uns als absolut gartenwürdig herausgestellt, sie gedeihen selbst in dichtestem Lehmboden und sind obendrein über viele Jahre sehr dauerhaft! Ich nenne sie gerne "Zwergranunkeln", da das Wort "Scharbockskraut" bei vielen Gartenliebhabern extrem negativ besetzt ist! Verwendung beinahe überall im Garten, auch in Staudenrabatten zwischen anderen Stauden, ganz besonders aber im Halbschatten in frischem Humusboden. Die dunkelblättrigen Sorten zeigen sich besonders ausgeprägt in im Frühjahr sonniger Lage, die später von Laubgehölzen beschattet wird.

Bitte beachten Sie, dass alle Scharbockskräuter bald nach der Blüte, spätestens ab Anfang Juni wieder einziehen! Die Höhen- und Breitenangaben differieren nur wenig, sie dienen lediglich als ungefähre Richtschnur, sieht man von R. ficaria 'Grandiflora' ab, welche mit ihrer Größe aus der Reihe tanzt.

Diese Zwergranunkeln sind für uns relativ aufwändig in Kultur und Vermehrung (ja, auch bei einem Scharbockskraut kann sich die Vermehrung kompliziert gestalten!). Im Garten allerdings gehören sie zu den anspruchslosesten Stauden überhaupt! Inzwischen hat sich im Sortiment einiges getan, es sind eine ganze Anzahl weiterer, sehr spannender und branndneuer Sorten im Vermehrungsaufbau. Lassen Sie sich in den kommenden Jahren überraschen!

Salvia (0) - Salbei

Hier haben wir es mit einer sehr artenreichen Gattung zu tun, die in unseren Gärten einfach nicht fehlen dürfen. Alle Salvia-nemorosa-Abkömmlinge nach der ersten Blüte zurückschneiden, denn sie blühen zweimal im Jahr! Besonders schön mit Artemisien und anderen graublättrigen Stauden, aber auch als Füll- und Begleitstauden in Beeten. Die meisten Salbei riechen überdies aromatisch und ergeben eine fantastische Bienenweide. Diesem Faktor sollte in unseren Gärten wieder viel mehr Beachtung geschenkt werden!

Saxifraga (2) - Steinbrech

Eine sehr umfangreiche Gattung, die besonders Vertreter für den Alpengarten beinhalten. Einige Arten eignen sich aber auch für den Schattengarten! Hier ist ganz besonders Saxifraga fortunei erwähnenswert, der schon lange in gärtnerischer Kultur ist, jedoch etwas in Vergessenheit geriet.

Scopolia (4) - Tollkraut

Die Vertreter dieser Staudengattung stammen aus den Wäldern der Südostalpen und dem Illyrischen Raum, d.h. Teilen Sloweniens und Kroatiens, aber auch aus dem Kaukasus und Chinas. Sie bilden mit den Jahren größere Horste. Zur Blütezeit reizende, tollkirschenähnliche, nickende Blüten in den unterschiedlichsten Farben.

Trachystemon (2) - Rauling, Kaukasischer Boretsch (Boraginaceae)

Stark wachsende, Rhizom bildende Staude aus dem Osten Europas, dem Pontischen Gebirge, dem Kaukasus und vereinzelt in den Gebirgen des Irans und Afghanistans. An Bachläufen und Teichen, sowie in schattigen, trockene Gartenteilen gut zu verwendende Wildstaude. Die verzweigten, blauen Blütenstände erscheinen vor dem Blattaustrieb. Typisch die sehr großen, rau behaarten Blätter. Hervorragender Bodendecker, auch auf schlechten Böden!

Trautvetteria (1) - Ranunculaceae

Reizende, nordamerikanische Waldstaude, die in jedem Garten zufriedenstellend gedeiht, wenn ihr ein frischer, lehmig-humoser Boden zugedacht wird.

Vincetoxicum (1) - Schwalbenwurz

Die Schwalbenwurz gehört zu den stillen Schönheiten, die uns über viele Jahre begleiten. Sie entfachen keine Begeisterungsstürme, sondern offenbaren ihren Charakter und ihr Können erst nach Jahren. Diese langsamwachsenden, aber sehr langlebigen Stauden gehören zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae). Sie gedeihen problemlos an trockenen Stellen im Halbschatten. Wenn der Standort ideal ist, sähen sie sich von selbst aus, ohne hierbei jemals überhand zu nehmen. Die Verbreitung ihrer Arten reicht von Mittel- und Südeuropa bis nach Fernost. Sie schätzen trockenen Schatten, gedeihen aber genau so gut auch auf trockenen Freiflächen. Die wenigsten Arten sind in gärtnerischer Vermehrung! Sie können mit anderen typischen Stauden wie Geranium sanguineum, Teucrium oder Epimedium vergemeinschaftet werden.

Ähnlich den Blausternen (Amsonia) benötigen sie einige Jahre zur vollen Entwicklung, sind dann aber sehr ausdauernd und erfreuen uns über viele Jahre.

Viola (2) - Veilchen

Diese große Gattung bietet uns stets etwas Interessantes! Von den Hornveilchen gibt es eine Unzahl wertvoller Züchtungen, die alle liebenswert sind. Man kann sie als Einfassungspflanzen oder für Lücken in Beeten heranziehen. Nach der ersten Blüte ist unbedingt ein leichter Rückschnitt angebracht, dann wachsen diese hübschen Pflanzen gedrungen und sind dann wesentlich ausdauernder! Der Boden sollte von einer lehmig-humosen Beschaffenheit sein. Übrigens für diejenigen, die es noch nicht wissen: Hornveilchen sind keine Stiefmütterchen, sondern ausdauernde Stauden, die alle 3-4 Jahre versetzt werden sollten! Die Duftveilchen (Viola odorata) bilden mit der Zeit dichte Kissen, welche immer schöner und prächtiger werden. Ein guter Standort im Garten ist der Gehölzrand oder als Vordergrundstaude in Prachtstaudenrabatten. Leider hatten wir durch den letzten Winter enorme Frostschäden zu verzeichnen, so dass wir unser Duftveilchensortiment aus dem Sortiment genommen haben und quasi von vorne aufbauen müssen!

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