Winterharte Stauden für Sonne bis Schatten

Diese Hauptrubrik umfasst die allermeisten unserer Stauden des Lebensraumes Beet, sowie für den Gehölzbereich in schattigen Lagen oder für feuchte und trockene Pflanzungen in der vollen Sonne. Stauden der Prärien und Steppen, insbesondere Wildstauden aus aller Welt, sowie mancherlei Neuheit sind ebenfalls hier aufgelistet. Alle weiteren Stauden wie Gräser, Farne, Alpine und Steingartenstauden etc. sind in extra Kategorien zusammengefasst, welche Sie rechts im entsprechenden Feld problemlos anklicken können. NEU heißt Neuaufnahme und wird alle zwei Jahre zum Altbestand aktualisiert. Unsere Stauden sind nicht zum Verzehr geeignet, es sei denn, dies ist bei einzelnen Arten ausdrücklich vermerkt.
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Aconogonon (2) - Hoher Knöterich

Spektakuläre Solitärstauden für Einzelstellungen. Die Hohen Knöterich sind in letzter Zeit durch ihre enorm lange Blütezeit wieder verstärkt in Mode gekommen! Nach der ersten Blüte sollten die Rispen auf die Hälfte zurückgeschnitten werden, damit ein sicherer, zweiter Blütenansatz gewährleistet ist. (Starke Pflanzen in 11cm-Containern) Die Namensgebung dieser Knöterichgewächse ist leider noch lange nicht abgeschlossen und wechselt daher ständig. Darum bleiben wir bei der sehr praktikablen Einteilung, wobei Persicaria verzweigte Rispen mit den typischen, länglichen Knöterichblüten besitzen, hingegen Bistorta einzelne Blüten haben. Fallopia und Aconogonum sind dann jene hochwachsende Knöterichgewächse mit "büschelig" bis locker verzweigten Blütenständen.

Adenophora (1) - Becherglocke, Schellenglocke

Vielgestaltige Staudengattung aus der Familie der Glockenblumengewächse, der Unterschied ist für Laien nur schwer festzustellen. Einige kommen in Europa vor, die meisten jedoch aus Ostasien.

Allium (3) - Lauch, Sternkugellauch

Sehr vielseitige Staudengattung, deren Arten in fast allen Lebensbereichen des Gartens Verwendung finden. Hier sind die höheren Arten angeführt, die für Beete und Freiflächen geeignet sind. Jede Menge weitere Arten und Sorten siehe auch unter der Rubrik Steingartenpflanzen!

Hinweis: Besonders die Sorten des Schnittlauchs können sowohl im Alpengarten, in Trögen, auf Dachgärten und in Rabatten verwendet werden. Kaum eine andere Staude lässt sich so vielseitig einsetzen, dies ist leider viel zu wenig bekannt! Nach der Blüte zurückschneiden, da sich Schnittlauchsorten gerne selbst aussähen. Dies ist unerwünscht, die Sämlinge verdrängen die echte, eigentliche Sorte!

Tipp für alle Arten, welche aus Zwiebeln an höheren Stängeln im Frühjahr blühen (Beispiel Allium afl. 'Purple Sensation, Allium 'Globemaster'): Hier ist es sinnvoll, diese entweder schon im Herbst oder im zeitigen Frühjahr noch während des März oder Anfang April zu bestellen. In der Blütezeit ab Mitte Mai ist ein Verschicken nahezu unmöglich. Eine Alternative wäre das Abholen in der Gärtnerei! Wir werden immer gefragt, warum die Blätter des Zwiebellauchs schon während der Blüte von außen her einzutrocknen beginnen. Liebe Gartenbesitzer, dies ist ein vollkommen natürlicher Vorgang und artspezifisch ausgeprägt, auch wenn dies für viele Pflanzenliebhaber unschön aussieht. Wen dies stört, der kann die eingetrockneten Teile der Blätter wöchentlich mit einer Schere einkürzen. Viele höher wachsende Arten wie A. schubertii und die Sorten befinden sich in 11cm-Töpfen und sind stets blühfähig!

Angelica (3) - Engelwurz

Zweijährige, aber auch ausdauernde Doldenblütler, mit denen naturnahe Staudenbeete bestückt werden können, aber auch Verwendung als Begleitstauden zu hochgezüchteten Stauden, ja sogar in architektonischen Gärten finden. Je mehr Platz ihnen zur Verfügung gestellt wird, desto schöner entwickeln sie sich.

Artemisia (2) - Eberraute

Eine sehr artenreiche und vielgestaltige Gattung! Viele Eberrauten zählen zu beliebten Begleit- und Füllstauden", welche besonders für Kiesgärten geeignet sind. Manche Arten schaffen es durch ihre auffälligen Blüten jedoch durchaus auch zur ansehnlichen und dekorativen Beetstaude. Alles in allem eine sehr umfangreiche Staudengattung mit den unterschiedlichsten Ausprägungen,Formen und Ansprüchen, deren Eigenschaften wir uns viel mehr zunutze machen sollten!

Arthrocnemum (1) - Ausdauernder Queller

Wächst im Mittelmeerraum auf salzhaltigen Böden. Lässt sich neben der Verwendung im Garten hervorragend zu erfrischenden Salat verarbeiten.

Aster (2) - Aster

- Eine der Schwerpunktkulturen von Sarastro-Stauden! -

Wundervolle Herbstblüher, die in unseren Beeten nicht fehlen sollten! Es existiert eine riesige Fülle an Formen und Farben. Interessant und ungewöhnlich sind außerdem viele seltener in Kultur befindliche Wildarten, die in unseren Gärten leider zu wenig ausprobiert werden! Einige Kollegen beklagen den rückläufigen Absatz, übersehen jedoch die enorme Sortimentsbreite und die Vielgestaltigkeit der Astern, sowie deren vielseitige Verwendungsmöglichkeit. Bedenkt man die Gesamtblütezeit der Gattung über die Saison, so kommt man immerhin auf über 5 Monate, da die ersten Astern schon Anfang Juni blühen und die letzten Ende November vergehen. Die allermeisten Astern sind übrigens ganz hervorragende Insektenmagneten! Zur Pflege sei gesagt, dass ein Rückschnitt im Herbst sehr sinnvoll ist, da nur so eine unerwünschte Selbstaussaat verhindert werden kann und sich die Horste gut bestocken. Eine Menge unser Astern sind im Schaugarten zu bewundern.

Nach neuesten botanischen Einteilung haben wir es mit vielen unterschiedlichen Gattungen zu tun, die Gattung Aster existiert nur noch in wenigen Arten! Wenngleich wir uns normalerweise recht schnell an neue Namensregeln und botanische Erkenntnisse anpassen, halten wir uns der besseren Transparenz und Übersichtlichkeit wegen zumindest vorläufig noch nicht an diese Einteilung, setzen den neuen Namen jedoch in Klammern hinter die entsprechenden Arten, so dass wir uns zumindest schon einmal daran gewöhnen. Ein mir bekannter Botaniker aus Großbitannien sagte vor Jahren einmal : "Please wait!". Wenn neue Gattungsnamen nach mehr als 10 Jahren gesichert sind und Bestand haben, dann sollten auch im Gartenbau diese übernommen werden!

Bergenia (1) - Riesensteinbrech, Bergenie

Die Bergenien sind unverzichtbare Aristokraten innerhalb des Staudenreiches und fast überall zu verwenden, sozusagen die reinsten Allrounder! Besonders verdienen sie sich als industrie- abgasfeste Pflanzen in Städten, als auch als Einfassungsstaude, unter Gehölzen und in größeren Steingärten. Bemerkenswert ist auch die Winterfärbung der ledrigen, wintergrünen Blätter bei manchen Sorten. Die dicken Horste auf dem Bild zeigt eines der besten Beispiele über Dauerhaftigkeit und Anspruchslosigkeit von Bergenien. Diese stolzen Horste sind weit über 40 Jahre alt und stehen in Laufenburg-Hauenstein im südlichen Baden, meiner alten Heimat! Reichblühende Sorte können auch in jeder Beetsituation untergebracht werden. Alle Bergenien befinden sich im 11cm-Topf, also kräftige Ware!

Bistorta (2) - Knöterich

Die Gattung Bistorta unterscheidet sich von den restlichen Knöterich durch ihre unverzweigten Blütenstände. Kennzeichnend hierfür ist der Wiesenknöterich.

Cacalia (1) - Indischer Wegerich

Kleine Staudengattung aus Nordamerika, die auf Waldlichtungen und sonnigen Freiflächen wächst. Interessante und anspruchslose Wildstaude, die nur wenig in Kultur ist.

Camassia (1) - Prärielilie

Wertvolle Zwiebelpflanzen, die besonders in prärienahen Freiflächenpflanzungen sehr wertvoll sind, da sie für ein stimmungsvolles Frühlingsbild sorgen. Guten Gartenboden, volle Sonne. Prärielilien sind sehr ausdauernd und werden von Jahr zu Jahr schöner und üppiger, wenn sie in nicht zu kargem Boden stehen!

Cephalaria (1) - Schuppenkopf

Eine Staudengattung aus Asien, deren Blüten an Skabiosen erinnern. Für Staudenbeete, aber auch naturnahe Bepflanzungen. Die wenigsten Arten sind in gärtnerischer Kultur.

Chelonopsis (1) - Scrophulariaceae

Mit den Bartfäden eng verwandte Gattung, deren Vertreter einen frischen bis feuchten Boden bevorzugen.

Chrysanthemum (1) - Wucherblume (Herbstchrysantheme, Winteraster)

- Eine Spezialkultur von Sarastro-Stauden -

Die Herbstchrysanthemen gehören zu unseren ältesten Garten- und Kulturpflanzen überhaupt! Sie wurden nachweislich schon vor rund 2.000 Jahren in Ostasien in Kultur genommen und züchterisch bearbeitet. Es sind Abertausende von Sorten bekannt, viele davon gelten jedoch als ungenügend winterhart. Die meisten Sorten finden als dankbare Schnittblumen oder Topfpflanzen Verwendung und sind oft nur kurzlebig. Unsere Gartenchrysanthemen entstanden als Hybriden aus mehreren Wildarten. Es existieren aber auch eine sehr unübersichtliche Anzahl an Sorten, die in Mitteleuropa in den meisten Gegenden als ausreichend winterhart gelten!

Pflanzen Sie Ihre Chrysanthemen stets in guten, lehmig-humosem Boden in voller Sonne oder im Gehölzrandbereich und versorgen Sie sie mit gutem Kompost! Chrysanthemen gehören wie Phlox und Rittersporn zu den Starkzehrern und vertragen überdies keinerlei Staunässe! Lassen Sie nach Möglichkeit die abgeblühten Stängel im Herbst stehen, besonders auch nach einer herbstlichen Pflanzung. Achten Sie bei Ihren Käufen stets darauf, dass sich immer genügend ruhende Triebe an der Basis befinden, welche bei der einen Sorte schon im Laufe des Sommers erscheinen, bei anderen Sorten jedoch erst im Spätherbst. Diese aber sorgen für einen sicheren Austrieb im kommenden Frühjahr. Wir sorgen zudem dafür, dass wir für Sie nur absolut winterharte Sorten anbieten! Übrigens können entgegen vieler Meinungen die Gartenchrysanthemen ohne Weiteres im Herbst während ihrer Blüte gepflanzt werden. Es stimmt, dass die Exemplare einer Frühjahrspflanzung im Herbst üppiger dastehen und daher gut eingewurzelt sind. Trotzdem verleiten die Blüten zum Aussuchen und es spricht überhaupt nichts gegen eine Herbstpflanzung, ganz im Gegenteil! Sie können diese in Ihrem Garten wunderbar kombinieren und gestalten, wesentlich besser als im Frühjahr! Aber - pflanzen Sie Ihre Neuzugänge nach Möglichkeit ein paar Zentimeter tiefer als im Frühjahr, aus Sicherheit gg. ein etwaiges Hochfrieren.

Im letzten Jahrhundert wurden etliche unbekannte Sorten aus Bauerngärten wieder in Kultur genommen und neu benannt. Auch Karl Foerster begann zwischen 1910 und 1920 im Kanton Glarus/Schweiz und in der Umgebung von Berlin mit dem Sammeln und Sichten alter Bauernchrysanthemen! In den letzten 10 Jahren kommen auch etliche vollkommen harte Sorten Frankreich, sowie aus den Händen von Eugen Schleipfer, welcher aus unzähligen Sämingen aus gezielten Kreuzungen eine Menge an Sorten selektierte, unter Einbezug von Chrysanthemum koreanum und Chr. morifolium. Ich besuche ihn regelmäßig und probierte etliche seiner Sorten aus. Seine schönsten und besten Sorten werden weitervermehrt.

Wir beschäftigen uns ganz besonders mit der Sichtung einzelner Sorten bezüglich ihres Gartenwertes! Wir achten hierbei nicht nur auf eine ausreichende Winterhärte und gute Standfestigkeit, sondern besonders für die Eignung als attraktive Beetstaude. Hier ist ein geschlossener, möglichst dichter Wuchs wichtig, sowie die Haltbarkeit der Blüten über viele Wochen. Die Blüten einer guter Gartenchrysantheme sollte zudem immer einige Grade Frost aushalten können! Die Sichtungsergebnisse in Freising sprachen für sich, viele der älteren Sorten wurden als entbehrlich eingestuft, was vordergründig nicht immer ersichtlich ist, aber wenn obige Berücksichtigungen einbezogen werden, dann sind diese Ergebnisse durchaus nachvollziehbar.

Neben winterharten Schnittsorten sind vor allem solche Gartensorten von großer Bedeutung, die sich in ihrer Dauerhaftigkeit über Jahre bewähren, wie beispielsweise 'Poesie', welche in unseren Augen eine der "Paradesorten" schlechthin darstellt. Viele der verbreiteten "Winterastern", die sich seit Jahrzehnten in den Sortimenten der Staudengärtnereien hielten, haben sich deswegen als entbehrlich herausgestellt und entsprechen überhaupt nicht der Vorstellung einer guten Gartenchrysantheme, was demzufolge die Sichtungsergebnisse aus Weihenstephan zu Recht aufzeigen.

Ein kleiner Nachteil darf ebenfalls nicht verschwiegen werden: die meisten Chrysanthemen blühen leider zu einem Zeitpunkt, wo kaum noch Kunden in die Gärtnerei kommen. Pflanzen Sie Ihre Chrysanthemen daher nicht nur im Herbst zur Blütezeit, sondern selbstverständlich auch im Frühjahr. Daher dürfen Sie auf die Aussagekraft unserer Bilder vertrauen, diese sind farblich außerordentlich naturgetreu! Da die zauberhaften Blüten der winterharten Gartenchrysanthemen im aufgeblühten Zustand einige Grade Frost vertragen, sind sie deswegen hervorragend geeignet, an Allerheiligen die Gräber auch einmal anders zu schmücken!

Wir unterscheiden zwischen: sehr früh (vor Mitte August bis Ende September) früh (Anfang September bis etwa Ende Oktober) mittelfrüh (Anfang Oktober bis Anfang November) spät blühend (Ende Oktober bis Ende November oder auch länger). Diese Monatsangaben gelten als Richtlinie, sie können natürlich je nach Klima und Gegend variieren!

Ebenfalls wird zwischen einfachblühenden, halbgefüllten, voll gefüllten und pomponförmigen, kleinblumigen und großblumigen Sorten unterschieden. Siehe auch unter den einzelnen Sortenbeschreibungen!

Mit der Zeit wurden viele scheinbar unbekannte Sortenfindlinge mit neuen Sortennamen benannt. Hierzu einige Beispiele:

Emperor of China = evt. Nebelrose (nicht gesichert, aber kaum ein Unterschied!) Chamoise Rose = Esther Kampfhahn = Fellbacher Wein Oury = Hans Schmid Gelbe Spinne = Yellow Satellit

Nichtdestotrotz sollten wir uns wegen der unsicheren Benennung keine grauen Haare wachsen lassen, sondern uns über diese Spätblüher erfreuen!

Chrysoplenium (1) - Milzkraut

Eine formenreiche und interessante Gattung, die an feuchten Stellen gut gedeiht.

Cicerbita (2) - Lattich

Eine vielgestaltige Gattung mit teils gärtnerisch unbekannten Vertretern.

Cirsium (1) - Rubinrote Kratzdistel

Diese Gattung ist in unseren Gärten in Mitteleuropa unterrepräsentiert! Die meisten Vertreter sind von bizarrer Gestalt und verlangen einen guten Boden in vollsonniger Lage.

Coluria (1) - Altai-Nelkenwurz

Auf den ersten Blick eine unspektakuläre Staude, jedoch kann man sich vor ihrer großen, gelben Blüte durchaus verneigen! Stammt aus dem Sibirischen Altai.

Darmera peltata (2) - Schildblatt

Eindrucksvolle Uferstaude für frische bis feuchte Böden. Blüht vor dem Blattaustrieb mit rosa Blütenkugeln.

Delphinium (0) - Rittersporn

"Der blaue Schatz der Gärten", die Lieblingsstaude von Karl Foerster, des wohl bekanntesten Staudengärtner und Gartenpoetes im deutschsprachigen Raum! Er beschäftigte sich jahrzehntelang bis ins hohe Alter intensiv mit der Kultur und Züchtung von Ritterspornen.

Mit den Rittersporn besitzen wir wichtige Leitstauden, die zur Blütezeit einen Gartenteil vollkommen beherrschen können. Nährstoffreicher, guter Gartenboden mit einem gehörigen Teil Kompost und Lehm bei nicht zu engem Stand in voller Sonne hält diese stolzen Paradestauden gesund und vital. Nach der Blüte ca. 20 cm über der Erde abschneiden, dann remontiert jeder Rittersporn, d.h. er blüht ein zweites Mal. Schön sind immer kleinere Gruppen anzusehen, die mit Mädchenaugen, Rosen, aber durchaus auch mit graublättrigen Stauden vereint werden. Dies ergibt stimmungsvolle Gartenbilder. Im Gegensatz zu den kurzlebigen Pacific-Hybriden kultivieren wir ausschließlich Foerster-Sorten und deren Abkömmlinge, die auch in leichten Böden wie der “Märkischen Streusandbüchse“ rund um Berlin als zuverlässig dauerhaft gelten.

Erst an solch prächtig schönen Ritterspornhorsten zeigt es sich, wer für sie ein gutes Händchen hat und damit den so viel zitierten "grünen Daumen"! Kaum eine andere Staude bedarf nämlich so viel Zuwendung und Pflege, angefangen vom Rückschnitt nach der Blüte, bis hin zu regelmäßigen Kompostgaben. Wir werden von vielen Kunden gefragt, warum die Rittersporne nie etwas werden. Die häufigste Ursache ist bei den Schnecken zu suchen, die die austreibenden Triebe bereits im Vorfrühling genussvoll verspeisen! Der beste Tipp gegen die Schnecken: sofort im Vorfrühling mit Feramol (Biologisches Schneckenkorn) die ganze Umgebung leicht abstreuen, doch niemals einen Ring Schneckenkorn um den Rittersporn, wie es so oft praktiziert wird! Dies nützt überhaupt nichts, die Schnecken warten nur darauf, bis sich das Schneckenkorn aufgelöst hat und schlagen dann sogleich erbarmungslos zu.

Unterschieden wird zwischen der niederen, vielblütigen Belladonna-Gruppe und den stattlichen, hohen, schlanken Rittersporne der Elatum-Gruppe. Kleiner Hinweis am Rande: bei Delphinium handelt es sich um ein Hahnenfußgewächs, welches giftig ist. Dies hindert uns aber in keiner Weise an eine Verwendung im Staudengarten!

Wir kultivieren unsere Rittersporne in guter Qualität, übrigens "artgerecht", d.h. ausschließlich in großen 11-cm-Töpfen! Dadurch wird dem Gartenbesitzer noch im gleichen Jahr eine reiche Blüte beschert.

Derzeit sind unsere Delphinium-Sorten bis auf wenige Sorten wieder vermehrt und daher jederzeit verfügbar! (Stand Pfingsten 2020)

Equisetum (2) - hyemale var. camtschaticum, Riesenschachtelhalm

Wenn diese Pflanzen am richtigen Standort stehen, dann geben sie ein archaisch anmutendes Bild ab! Der Schachtelhalm allegemein gehört ja zu jenen Pflanzen, die schon im Erdzeitalter Karbon die Welt als Bäume besiedelten.

Eupatorium (1) - Wasserdost

Unempfindliche Großstauden für frische bis feuchte, nährstoffreiche Böden. Die lange und späte Blütezeit macht dies Stauden zu auffälligen Elementen in jeder üppigen Staudenpflanzung. Sie verlangen alle einen vollsonnigen Standort. Alle unsere Verkaufspflanzen befinden sich in 11cm-Töpfen.

Euphorbia (2) - Wolfsmilch

Eine Gattung, die in unseren Gärten leider immer noch unterrepräsentiert ist! Besonders die hohen Arten sind gute Strukturbilder in den unterschiedlichsten Gartenzonen, die verschiedentlich kombiniert werden können, sei es nun zu Rittersporn, Nepeta oder Artemisia, aber auch mit Iris und Papaver, je nach Art des Lebensbereiches. Viele Wolfsmilcharten besitzen überdies eine herrliche Herbstfärbung! Die Mittelmeerwolfsmilch sollten geschützt an eine südwärts gerichtete Hausmauer gepflanzt werden, da sie nur dort am schönsten entwickeln. Vorsicht: Das Reiben und Anstreifen kann bei manchen Menschen allergische Hautreizungen hervorrufen!

Filipendula (7) - Spierstaude

Diese bekannten Stauden feuchter und trockener Wiesen sind anspruchslos und blühen obendrein lange. Teichränder, aber auch frische bis hin zu trockenen Freiflächen. Spierstauden sind echte Klimawandelpflanzen, sie tolerieren eine Menge an Wetterkapriolen!

Fritillaria (1) - Fritillaria, Schachbrettblume

Große Zwiebelpflanzengattung mit teils anspruchsvollen Vertretern für die unterschiedlichsten Bereiche des Gartens. Am bekanntesten ist unsere einheimische Schachbrettblume oder die Kaiserkrone der Bauerngärten.

Geranium (1) - Storchschnabel

Diese für jeden Gartenbesitzer zweckfüllende, aber auch reizvolle Gattung ist nicht nur unersetzlich, sondern auch vielseitig verwendbar, dekorativ und dauerhaft! Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind anspruchslos, viele decken den Boden sehr gut, haben daher eine Funktion der so vielgepriesener Pflegeleichtigkeit. Viele Geraniumsorten sind überdies sehr wertvolle Füll- und Begleitstauden für Beete aller Art!

Die niedrigen Arten und Sorten, so wie z.B. G. cinereum und G.dalmaticum können in Steingärten, Dachgärten und Trögen in sonniger, trockener Lage gepflanzt werden. Die meisten anderen schätzen einen eher halbschattigen Standort und wachsen in jedem normalen Gartenboden. Bei den bodendeckenden, rhizombildenden Arten benötigt man zwischen 5 und 7 Pflanzen/ qm. Diese Pflanzdichte trägt dazu bei, daß bei normaler Bodenqualität eine Fläche nach 2 Jahren zugewachsen ist. Die meisten aller Storchenschnäbel blühen von Mai bis Anfang Juli, einige remontieren im Herbst oder sind nahezu Dauerblüher. Ständig kommen weitere Neuzüchtungen hinzu (derzeit sind etwa 700 Sorten weltweit in Kultur). Das Sortiment ist aber im Vergleich zu Iris, Rosen oder Taglilien immer noch übersichtlich und die Möglichkeiten bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ganz besonders gefragt sind heutzutage jene dauerblühenden und standfesten Geranium, die keinen Mehltau bekommen und obendrein eine schöne Herbstfärbung aufweisen.

Wir haben nach vielen Jahren des Sammelns und Sichtens unser Sortiment aus Gründen der Rationalität, sowie der abnehmenden Nachfrage in den letzten Jahren wieder reduziert, da wir finden, dass es beispielsweise keinen Sinn macht, über 20 sehr ähnlich aussehende, blaue Beetstorchenschnabel anzubieten. Noch vor 15 Jahren besaßen wir über 200 Arten und Sorten Geranium und produzierten im Jahr rund 20.000 Töpfe der unterschiedlichsten Sorten. Dies hat sich sehr geändert, jetzt sind es nicht einmal die Hälfte!

Der durch den Klimawandel bedingte Katastrophenwinter (viel zu milder Winter, frostiger März ohne Schneeschutz!) hat überdies hinaus seinen Beitrag geliefert, in dem etliche Sorten im Topf das Zeitliche segneten, obgleich sie ausgepflanzt absolut hart sind. So sind uns von über 20 Geranium-phaeum-Sorten lediglich eine Handvoll übrig geblieben und mussten mühevoll wieder aufgebaut werden! Ja, selbst so etwas Robustes wie G. phaeum ist in ihrer Topfkultur anders zu betrachten als ausgepflanzt!

Geum (5) - Nelkenwurz

Anspruchslose Stauden für frische Böden in Sonne und halbschattige Lagen. Wenn sie nach Jahren mit dem Blühen nachlassen, sollten sie aufgenommen und geteilt werden. Bislang galten Nelkenwurz eher als altmodisch, in letzter Zeit werden sie aber wieder "in"!

Gunnera (1) - Riesenblatt, Schaublatt

Vielgestaltige Gattung aus Südamerika, die winzige Arten beinhaltet, als auch wahre Monster! Viele davon sind nur in milden Klimaten winterhart.

Helianthus (3) - Sonnenblume

Staudensonnenblumen sind dominant in ihrer Erscheinung und mehr als nur gewöhnliche Prachtstauden! Sie sollten daher im Garten akzentuiert eingesetzt werden, damit sie auch zur Geltung kommen. Außerdem benötigen Staudensonnenblumen einiges an Platz, um sich voll entfalten zu können. Rechnen Sie mit mindestens 1,5 qm pro Pflanze!

Der klassische Verwendungsbereich befindet sich entlang eines Holzzaunes oder einzeln als Solitärstaude im Rasen. Oder aber wesentlich zahlreicher im Präriegarten! Staudensonnenblumen können eine Gartenszenerie ganz entscheidend aufwerten. Sie wirken ganz besonders in Verbindung mit Rutenhirsen und anderen Gräsern.

Helonias (1) - Sumpfnelke

In der Natur in Nordamerika ist die Sumpfnelke durch Biotopvernichtung sehr selten geworden. Sie besticht mit ihren knabenkrautähnlichen, hellrosa Blütenschäften.

Hemerocallis (4) - Taglilie

Uns stehen mit den Taglilien eine der wertvollsten und ausdauerndsten Staudengattung zur Verfügung. Die Farbskala reicht inzwischen von zarten Pastelltönen bis zum begehrten Dunkelrot, von fast weiß bis nahezu schwarz, es gibt geäugte, gerüschte und gefüllte Taglilien, klein- und großblumige Sorten. Unsere Beete können wir daher mit kräftigen Eyecatch-Effekten aufleben lassen, vergessen Sie aber nie auch auf die zarten Töne! Sie vermitteln und verbinden bekanntlich wunderbar. Unser Sortiment ist rasant angewachsen, wobei wir sehr großen Wert auch auf hiesige, bodenständige und daher gesunde Züchtungen legen. Einer der hierzulande erfolgreichen Züchter ist Franz Erbler, der “Zöhrmüller“ aus Pfarrkirchen bei Bad Hall, von dessen Sorten wir inzwischen etliche anbieten. Hemerocallis möchten einen vollsonnigen bis leicht beschatteten Standort in guten Böden. Einmal eingewachsen können sie bis zu 15 Jahre am selben Ort stehenbleiben. Als Begleitstauden eignen sich Prachtstauden wie Rittersporn, Eisenhut, Pfingstrosen und Phlox, aber auch Gräser und züchterisch wenig beeinflusste Wildstauden. Die Verwendung der Taglilien beschränkt sich nicht allein als Beetstaude, sondern kann ohne weiteres auch auf offenen Freiflächen in frischen Böden oder an Gehölzrändern erfolgen.

Heuchera (1) - Purpurglöckchen

Sehr vielseitig verwendbare Gattung, deren Popularität in den letzten Jahren durch etliche, neue Sorten stark zugenommen hat. Einige Arten und Sorten sind sonnenverträglicher als vielfach angenommen. Im Allgemeinen aber schätzen Purpurglöckchen den Halbschatten in jedem normalem Gartenboden. Schöne Gruppenstaude, vor Funkien oder zwischen Geranium, neuerdings werden sie auch auf Gräbern oder in Balkonkistchen gepflanzt. Besonders wertvoll sind Heuchera auch in der kalten Jahreszeit, in schneelosen Winter, wo ihre Blatthorste teilweise ein metallisches Aussehen haben. Alle angebotenen Sorten befinden sich in 11cm-Containern. Einige niedere alpine Arten werden auch unter der Rubrik "Steingartenstauden" geführt.

Hibiscus (2) - Hibiskus, Eibisch

Für unsere Gärten unverzichtbare Gattung an Gehölzen, aber auch staudigen Vertretern. Sie eignen sich für die unterschiedlichsten Lebensbereiche.

Hosta (1) - Funkie, Herzlilie

Sehr langlebige Stauden, geradezu ein Muß für jeden Garten! Es gibt inzwischen rund 4.000 Sorten. Wir zählen uns zwar nicht zu den absoluten Hostaspezialisten, wir bieten Ihnen allerdings einen schönen Querschnitt an bewährten, älteren und neueren Sorten.

Auffallend gefärbte (panaschierte) Blätter vieler Sorten tragen dazu bei, "Paukenschläge" und Akzente in eine Pflanzung zu setzen. Die kleineren oder halbhohen Arten und Sorten eignen sich hervorragend als Randbepflanzung und sind auch für Tröge zu gebrauchen. Echte Zwergfunkien (unter 20 cm Höhe) finden als Sammlerobjekte bei Bonsailiebhabern großen Anklang oder können in halbschattig gelegenen Steingärten, in Töpfen oder Trögen untergebracht werden. Funkien gehören mit großem Abstand zu den langlebigsten Stauden, wenn sie einen nahrhaften, frischen, lehmig-humosen Gartenboden bekommen! Der Standort sollte windgeschützt und leicht beschattet sein. Sehr schön wirken manche Hosta auch neben Teichen und anderen Gewässern, wobei sie bei feuchtem Fuß wesentlich mehr Sonne vertragen können. Wir gehören zwar nicht zu jenen Hosta-Spezialisten, die stets neueste Neuheiten aus dem Labor feilbieten, können jedoch mit einem breiten und repräsentativem Sortiment an neueren und älteren Sorten gut mithalten. Bis auf wenige Sorten gelangen in der Regel mehrtriebige Pflanzen zum Verkauf. Hosta erfreuen sich besonders in den USA und Großbritannien einer anhaltenden Popularität, doch auch bei uns haben sie inzwischen große Akzeptanz der vielen Gartenliebhabern gefunden. Lassen Sie sich also nicht durch die Schnecken abhalten, Funkien zu pflanzen, sondern tun Sie etwas gegen diese Mollusken! Die schneckenresistente Hosta gibt es zwar nicht, jedoch durchaus Sorten, welche sie durchaus weniger schätzen. Halten Sie sich immer vor Augen, das es genug andere Stauden gibt, die von Schnecken noch wesentlich mehr geschätzt werden! Ist dies nicht wenigstens ein schwacher Trost? Ansonsten orientieren Sie sich an der Schneeglöckchenblüte, spätestens ab März sollte der ganze Garten mit Feramol abgestreut werden! Weniger ist mehr, eine Handvoll genügt jedoch für 20 qm vollkommen.

Iris (3) - Schwertlilie

Schwertlilien hat der Mensch immer schon bewundert und ihre exotisch wirkenden Blüten verehrt. Auch heute noch finden wir fast überall im Mittelmeerraum und besonders im Orient alte Schwertliliensorten in Schlossgärten und auf Gräbern. Außerordentlich vielgestaltige Gattung, deren wunderschöne Blüten in keinem Garten fehlen dürfen. So vielseitig die Gattung ist, so unterschiedlich sind auch ihre Ansprüche. Der Vollständigkeit halber sind hier auch die Zwergiris für trockene Steingärten mitangeführt. Von den Bartiris sind weltweit über 60.000 Sorten bekannt, damit gehören sie zu den umfangreichsten Staudengattungen überhaupt. Beachten Sie unser Angebot der selten kultivierten Regeliocyclus- und Arilbred-Iriskreuzungen! Die Übergänge dieser speziellen Gruppen sind fließend.

Klasea (1) - Scharte

Eine in Gärten unbekannte Gattung, die aber trotzdem recht vielgestaltig ist. Die meisten Vertreter sind ausdauernd, dabei sehr anspruchslos, jedoch besitzen nur sehr wenige gärtnerische Bedeutung.

Lepidium (1) - Strandkresse, "Wasabi"

Eine Gattung, die in Europa und Asien heimisch ist und ähnlich wie Meerrettich wächst.

Leucanthemella (1) - serotinum

Eine Gattung, die von den Chrysanthemen abgespalten wurde und nun eigenständig ist. Seit jeher eine beliebte und uralte Gartenpflanze. Ihre ursprüngliche Heimat ist der Balkan.

Leucojum (1) - Sommer-Märzenbecher

Typische Vorfrühlingsblüher, wobei es innerhalb der Gattung auch später blühende Arten gibt.

Ligularia (5) - Greiskraut

Von den Greiskräutern existieren viele Arten und Sorten, die viel Platz und einen eher frischen bis feuchten Boden benötigen. Eingewachsene, ältere Exemplare sind stets dekorativ und bieten einen Blickfang im Garten! 11-13cm-Containern.

Ligusticum (1) - Mutterkraut

Diese Gattung gehört zu den Doldenblütlern, ihre Vertreter sind sehr vielgestaltig.

Lobelia (2) - Lobelie

Viele der bekannten Vertreter dieser Gattung sind bei uns nicht ausreichend winterhart und werden daher einjährig gezogen, die Ausnahmen sind Arten wie L. syphilitica und L. sessiliflora. In Kanada wurden einige auffällige Sorten ausgelesen, die auch in unseren Breiten ausreichend winterhart sind. Diese Sorten sind durch Mehrfachkreuzungen entstanden. Einige Kunden haben uns die Winterhärte bestätigt, in dem sie berichteten, dass diese exotisch wirkenden Stauden die letzten Winter in Oberösterreich tadellos überstanden haben. Frischer, guter Boden in voller Sonne, also ja nicht zu trocken pflanzen! Ein Rückschnitt bewirkt, dass sie von neuem blühen. Sehr schön an Teichrändern, aber auch in Staudenrabatten.

Lysimachia (2) - Felberich

Wertvolle und anspruchslose Stauden, die sowohl in der gemischten Staudenrabatte, als auch in Wiesensituationen und an Gewässern gepflanzt werden können. Alle Arten und Sorten für nahrhafte, nicht zu trockenen Böden.

Lythrum (3) - Weiderich

Der Weiderich ist zur Blütezeit eine auffallende Staude. Wächst in jedem nicht zu trockenen Gartenboden. Besonders gelungen kommt der Weiderich an Teichen zur Geltung.

Marshallia (1) - Asteraceae

Diese Staudengattung besitzt Arten, welche kaum in der Gartenkultur anzutreffen sind. Allesamt findet man sie in Nordamerika, von der Ostküste bis hinein in den Mittleren Westen. Die meisten Arten wachsen auf frischem bis feuchtem oder wechselfeuchtem Boden und sind typische Präriestauden.

Monarda (1) - Indianernessel

Indianernesseln gehören zu unseren beliebtesten Beetstauden! Sie schätzen einen nahrhaften, nicht zu trockenen Gartenboden bei freiem Stand, möglichst bei voller Sonne. Die Mehltauanfälligkeit ist nicht überall gleichermaßen gegeben, weil der Mehltaubefall sehr von der Nährstoffversorgung des Bodens und vom lokalen Klima abhängt! Ärgern Sie sich also nicht unnötig, sondern verpflanzen Sie Ihre Indianernesseln spätestens alle drei Jahre regelmäßig in frische, unverbrauchte Erde. Die höheren Sorten sind prächtige Hintergrundstauden. Bereiten Sie sich einen Tee aus den Blütenblättern der Sorte 'Jacob Cline' zu, in dem Sie diese möglichst in der ärgsten Sommerhitze pflücken!

Beachten Sie auch unsere neue Monarda-Serie, deren Sorten wir die Namen aus Mark Twains Klassiker "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" gegeben haben. Diese bewährten sich über etliche Jahre, in dem sie kaum Mehltau bekamen und neben ihren dunklen Stängel besonders durch ihre Dauerhaftigkeit auffallen. Während man Indianernesseln wie oben beschrieben spätestens alle 3 Jahre verpflanzen sollte, können diese Hybriden auch ohne weiteres wesentlich länger an einem Standort belassen werden, ohne dass die Horste sich schütter zeigen oder auswintern.

Nepeta (2) - Katzenminze

Nicht nur durch ihre Anspruchslosigkeit, sondern auch durch deren Vielgestaltigkeit finden sich Möglichkeiten der unterschiedlichsten Verwendung. Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte verlängert zumindest bei den N.-racemosa-Sorten die Blütezeit bis in den Herbst hinein! Eine echte Bereicherung findet ihre Verwendung insbesondere zu Rosen, auf Böschungen und in Kiesbeeten. Wer Katzen im Haus und Garten hat, der sollte möglichst keine N.racemosa-Abkömmlinge verwenden! Einzige Ausnahme ist Nepeta ’Grog’, deren Inhaltssstoffe die Katzen nicht mögen und sie daher in Ruhe lassen! Alle Katzenminzen sind hervorragende Insektenpflanzen!

Patrinia (1) - Goldbaldrian

Wertvolle Sommerblüher für halbschattige Gehölzränder in nicht zu trockenen Böden. In unseren Schaubeeten ist Patrinia scabiosifolia ein echter Blickfang! Einige Arten erhalten sich problemlos durch gemäßigte Selbstaussaat. In letzter Zeit wurden aus Ostasien verschiedene für unsere Gärten vollkommen neue Arten eingeführt. Es lohnt sich, den Goldbaldrian im Garten auszuprobieren!

Persicaria (2) - Knöterich

Vielgestaltige Gattung, die uns ungeahnte Möglichkeiten in ihrer Verwendung eröffnet. Die meisten Arten blühen außerordentlich lange, sind unverzichtbare Füllstauden und gleichzeitig sehr pflegeleicht. In unseren Schaurabatten dominieren sie in vielen Beeten! Manche Unterschiede in dem rasant angewachsenen Sortiment waren so gering, dass wir uns entschlossen haben, das Sortiment auf wenige, markante und bewährte Sorten zu beschränken, welche sich durch die Blütenfarbe und -form deutlich unterscheiden. Die Hohen Knöteriche wurden in Deutschland als "Staude des Jahres 2012" auserkoren. Alle Sorten befinden sich in 11cm-Töpfen, daher starke Verkaufsware!

Peucedanum (1) - Haarstrang

Eine der Gattungen, deren Vertreter sozusagen wichtiges "botanisches Beiwerk" in jeder Staudenpflanzung sind. Die weißen Blüten sind doldenförmig.

Phlox (1) - Flammenblume

Eine unserer Hauptkulturen!

"Ein Leben ohne Phlox ist ein Irrtum und eine Versündigung gegen den Sommer!" So urteilte Karl Foerster schon vor langer Zeit, sehr zu Recht!

Phlox gehört einfach in jeden Garten, sei es als züchterisch wenig beeinflusste, wüchsige Sorte mit Wildcharakter in wiesenartigen Pflanzungen, oder in klassischen Staudenbeeten, sowie zu Gräsern, mit all seiner unendlichen Fülle an Züchtungen. Die Urform oder Stammart von Phlox paniculata stammt aus den Auwälder und Niederungen des Mississippis und seinen Zuflüssen, sowie dem östlichen Teil Nordamerikas und kann sehr vielfältig sein! Nach Europa kam er schon im 17. Jahrhundert, wurde aber erst ab dem 19. Jahrhundert intensiv züchterisch bearbeitet und ist dann Anfang des 20. Jahrhunderts zu jener klassischen Gartenstaude geworden, wie wir sie kennen und schätzen!

Der Phlox hat sich bei uns seit Jahren zu einer Schwerpunktkultur entwickelt, mit der wir uns intensiv auseinandersetzen. Wir sammeln, selektieren, sichten... Und durch unsere weit reichenden Kontakte sind wir inzwischen an Sorten herangekommen, die hierzulande größtenteils erstmalig in einer Gärtnerei zum Verkauf angeboten werden. Es sind dies Sorten, die wir über Beziehungen und Freundschaften von Liebhabern und Züchtern aus Deutschland, Frankreich, Russland, Finnland, Tschechien, Polen und dem Baltikum erhielten. Wir trugen inzwischen eine stattliche Anzahl an Sorten zusammen, wobei es sich hier um sowohl brandneue als auch historische Sorten handelt.

Viele der aus Russland und anderen osteuropäischen Ländern stammenden Phloxsorten im Webshop werden im deutschsprachigen Raum überhaupt erstmalig angeboten, diese waren in Westeuropa jahrzehntelang gar nicht existent! Sie bezaubern durch ihre ungewöhnlichen und einmaligen Farbnuancen und -kombinationen. Vor allem aber fallen sie durch ihre große Vitalität und Gesundheit auf, da die meisten doch aus rein kontinentalem Klima stammen, wo die Sommer sehr trocken und die Winter außerordentlich kalt sein können!

"Der Phlox kann so alt werden wie ein Landpfarrer, nur sollte er im Gegensatz zu diesem auch öfters versetzt werden!" Hiermit verdeutlichte Karl Foerster, dass die Flammenblumen einerseits sehr ausdauernd und robust sind, andererseits aber auch zickig sein können, alles in allem aber ein Minimum an guter Betreuung erhalten sollten.

Kleiner Tipp am Rande: Versuchen Sie einmal, bei einem kräftigen, älteren Horst im Mai jeden zweiten Trieb die Wachstumsspitze auszubrechen. Dies verursacht bei allen auspinzierten Trieben eine um 14 Tage spätere Blütezeit und verlängert die Gesamtblütezeit des Horstes um mindestens 14 Tage! Dies können Sie übriges auch bei nahezu allen Korbblütlern, wie z.B. den Astern tun! Oder Sie kombinieren früh blühende Sorten mit späten Sorten, denn die Phloxblüte erstreckt sich von Ende Juni bis Mitte September, oft sogar noch wesentlich länger!

Den Hohen Staudenphlox sollten Sie auf jeden Fall gut und ausreichend ernähren, er spricht speziell auf Kompostgaben extrem gut an und zeigt erst dann seine wahre Vitalität und Wüchsigkeit! Ein wenig verrotteten Pferdemist aus dem nächsten Reitstall tut ein übriges. Der Boden sollte außerdem niemals zu trocken sein.

"Der Phlox ist ein Fresser und ein Säufer!", auch diesen treffende Spruch von Karl Foerster sollte man sich zu Herzen nehmen! Volle Sonne sagt ihm am ehesten zu, aber leichter Halbschatten ist auch kein Problem, die Farben leuchten dort sogar noch mehr! Im Wiener Becken und in den "submediterranen" Gegenden Südwestdeutschlands ist der Phlox auf jeden Fall besser im Halbschatten aufgehoben. Wiesenphlox (Phlox maculata) und die sogenannten Breitblattphloxe (besser als Phlox amplifolia des Handels bezeichnet) gelten auf unvorbereiteten Böden zwar als gesünder und unkomplizierter, erreichen in ihrer Farbpalette jedoch nicht annähernd das Spektrum der neuen und herkömmlichen Hohen Sommerphloxe! Diese wurden ab diesem Jahr in unser normales Sortiment integriert, also nicht mehr extra geführt. Nebenbei wurden bei einigen russischen Sorten auch weitere Arten in das Zuchtprogramm mit einbezogen, so dass wir heutzutage eigentlich von Phlox-Hybriden sprechen müssten!

Älchen (Stängelnematoden), wie auch der Mehltau können dann zu einem Problem werden, wenn die Pflanzen unter Stress stehen, unterernährt sind oder auf viel zu trockenen Böden stehen, oder aber über die Jahre nie verpflanzt wurden, also schon deslängerem "Hunger haben". Unsere russischen Phloxfreunde pflanzen ihre Sorten alle 5 Jahre konsequent um. Dies ist nicht immer notwendig, erfordert jedoch eine konsequente und optimale Versorgung mit Nährstoffen und Wasser.

Übrigens vermehren wir unsere Phloxsorten ausschließlich über sehr frühe Kopfstecklinge, sogenannte Hypocotyl-Stecklinge. Auf diese Weise erhält man gesunde Pflanzen, die zumindest während der ersten Zeit älchenfrei sind. Dies ist zwar mit wesentlich mehr Arbeit verbunden, aber zielführender. Älchen sind normalerweise überall im Boden, man kann ihnen aber durch diese Vermehrungsart ein Schnippchen schlagen!

Eine einzigartige Spezialität unserer Staudengärtnerei sind jene Phloxsorten, die in Russland gezüchtet wurden. Ganz besonders traumhaft schöne Sorten schuf der schon verstorbene Züchter Pavel Gaganov, welcher schon in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts ganz wesentlich dazu beitrug, dass der Phlox in Russland mit den Jahren sogar zu einer Art Nationalblume wurde, obgleich sie eigentlich eine Wildstaude aus Amerika wäre!

Die derzeit bekannteste und erfolgreichste russische Züchterin ist Elena Konstantinova, sie betreibt ihr Zuchtprogramm auf riesigen Feldern äußerst professionell. Elena hat mit den Jahren weit über 200 eigene Sorten selektiert, ebenfalls ihr früherer Mentor Jury Reprev. Aber auch eine ganze Reihe andere, private Züchter sind in letzter Zeit sehr erfolgreich und es erwarten uns auch in Zukunft weitere, sehr ungewöhnliche Sorten. Selbst in England, geschweige denn in den USA (immerhin das Heimatland des Phloxes!) ist man selbst seitens der Fachwelt offenbar immer noch sehr ahnungslos, was die züchterische Leistung und Schaffenskraft dieser russischen Phloxspezialisten anbelangt, eigentlich vollkommen unverständlich!

Neuester Stand (Mitte August 2020): Inzwischen sind unsere meisten Phloxe wieder frisch vermehrt! Es dauert ca. 2 Wochen, dann sind die Töpfe gut durchwurzelt, ideal für einen Versand im September! Auch heuer kamen wieder einige Neuheiten hinzu, aber auch ältere Sorten sind ab diesem Jahr wieder verfügbar. Die meisten frisch vermehrten, neuen Sorten kultivieren wir in 9x9-cm-Töpfen, später dann wandern viele in 11x11cm-Töpfe, was dem Phlox nährstoffbedingt viel besser gefällt! Daher haben wir auch die Topfgröße im Sortenbeschrieb dokumentiert.

Wir wünschen viel Freude beim Gustieren und wir sind gespannt auf Ihre Auswahl, die Sie treffen werden!

Phytolacca (1) - Kermesbeere

Eine Gattung mit mehreren Arten, deren Samen meist über Vögel verbreitet werden. Die verbreitetste Art ist Phytolacca acinos, mit schwarzen Beeren an stehenden Fruchtständen, die wir bei uns gelegentlich in Bauerngärten finden. Im Gegensatz dazu besitzt Phytolacca americana bogig hängende Blüten und Fruchtstände.

Plantago (1) - Wegerich

Die Gattung der Wegeriche ist sehr vielgestaltig und kann die unterschiedlichsten Wuchsformen aufweisen. Der Breitwegerich ist eine Zeigerpflanze für verdichtete Böden.

Ranunculus (3) - Zwerg-Ranunkel

(neuerdings auch unter Ficaria verna) - Eine der Hauptkulturen von Sarastro-Stauden -

Das Scharbockskraut, sowie einige Vertreter der Hahnenfüße rufen nach unserem Verständnis eher negative Aspekte und Assoziationen hervor. Sie galten bisher als gefürchtetes Unkraut mit wuchernden Wuchseigenschaften, die die anderen Frühlingsstauden verdrängen, daneben aber auch in der Küche gut zu verwenden ist. Zu früheren Zeiten wurde das Scharbockskraut als Vitaminbringer gegen Skorbut verabreicht.

Nach so vielen Jahren der Stagnation erleben diese liebenswerten Stauden nun eine ungeahnte Renaissance! Besonders beliebt sind alle Sorten mit dunklen Blättern oder gefüllten Blüten. Die von uns angebotenen Sorten des Scharbockskrautes (Ranunculus ficaria, syn. Ficaria verna) stammen jedoch von einer botanischen Variante ab, welche nicht wuchert, die auch keinerlei dieser verheerenden Knöllchen (Bulbillen) in den Blattachseln bildet. Es existieren die absonderlichsten Formen, Auslesen und Farben davon, die überhaupt nichts mit unserem bekannten Wucherscharbockskraut gemein haben! Wir hatten uns in den 90er-Jahren eine größere Anzahl von John Carter schicken lassen. Er war dazumal der National Plant Collection-Holder und Züchter dieser englischen Scharbockskräuter. Es glichen sich jedoch so viele dieser Sorten derartig, dass wir inzwischen nur deutlich unterscheidbare Sorten im Sortiment behalten haben! Der Mitteleuropäer ist eben längst nicht so detailverliebt wie der Brite, das äußert sich auch bei anderen Pflanzengattungen! Im Große und Ganzen sind diese Ranunkeln sehr liebenswerte Gartenstauden, die wir nie mehr missen möchten!

Leider gestaltet sich die Topfkultur nicht immer ohne Probleme, immer wieder treten bei Kahlfrösten unvorhergesehene Winterschäden auf, trotz Schutzmaßnahmen und trotz ihrer hervorragenden Winterhärte, wenn diese ausgepflanzt im Garten stehen. Wir kultivieren diese liebenswerten Frühlingsblüher deswegen sicherheitshalber in Frühbeetkästen, dort stehen sie geschützter als auf den üblichen Stellflächen.

Im Garten kommen sie zwischen Lenzrosen und Frühlingsalpenveilchen besonders hübsch zur Geltung. All diese Sorten haben sich bei uns als absolut gartenwürdig herausgestellt, sie gedeihen selbst in dichtestem Lehmboden und sind noch dazu dauerhaft über viele Jahre! Ich nenne sie gerne "Zwergranunkeln", da das Wort "Scharbockskraut" bei vielen Gartenliebhabern extrem negativ besetzt ist! Verwendung beinahe überall im Garten, besonders auch in Staudenrabatten zwischen anderen Stauden, ganz besonders aber im Halbschatten in frischem Humusboden. Die dunkelblättrigen Sorten zeigen sich besonders ausgeprägt in im Frühjahr sonniger Lage, die später von Laubgehölzen beschattet wird.

Bitte beachten Sie, dass alle Scharbockskräuter bald nach der Blüte, spätestens ab Anfang Juni komplett einziehen! Die Höhen- und Breitenangaben differieren nur wenig, sie dienen lediglich als ungefähre Richtschnur, sieht man einmal von R. ficaria 'Grandiflora' ab, welche mit ihrer Übergröße aus der Reihe tanzt.

Diese Zwergranunkeln sind für uns relativ aufwändig in Kultur und Vermehrung (ja, auch bei einem Scharbockskraut kann sich die Vermehrung langwierig gestalten!). Im Garten allerdings gehören sie zu den anspruchslosesten Stauden überhaupt! Inzwischen hat sich im Sortiment einiges getan. Einige viel versprechende Neuheiten konnten wir vermehren und erstmalig anbieten. Entschuldigen Sie bitte die teilweise schlechte Qualität der Bilder, aber leider war dummerweise unsere Kamera falsch eingestellt. Wir holen dies in der kommenden Saison nach und wechseln die Bilder aus.

Rheum (1) - Rhabarber

Vielgestaltige Gattung, die sich vom Speiserhabarber bis hin zur hochalpinen Art erstreckt. Meist sind es aber ornamentale Stauden, die zu sehr eindrucksvollen Solitärstauden mutieren.

Rudbeckia (3) - Sonnenhut, Rudbeckie

Typische Vertreter von Präriestauden, in Mitteleuropa in vielen Gärten seit langem ein wichtiger Bestandteil und nicht mehr wegzudenken! Lassen Sie die Samenkapseln stehen und schneiden Sie diese erst im Frühjahr zurück, dann haben auch die Vögel ihren Nutzen davon. Man sollte den Sonnenhut spätestens alle sieben Jahre auseinandernehmen und verpflanzen.

Sanguisorba (16) - Wiesenknopf

Wiesenknöpfe sind typische Stauden mit natürlichem, züchterisch wenig beeinflusstem Charakter. Ihr Charme offenbart sich ganz besonders als Begleitstauden zu Taglilien, Rittersporn oder Phlox, also in Beetstaudensituationen. Erst dort zeigen sie ihre grazile Wirkung und kommen somit einer trendigen Staudenverwendung entgegen. Aber auch an Teichrändern oder in Naturgärten wirken sie als höchst bemerkenswerte Solitärstauden, so zu Iris sibirica, Filipendula und anderen Stauden mit Wildcharakter. Wir besitzen mit den Wiesenknöpfen sehr robuste Stauden, welchen auch "ruppige" Klimaschwankungen, Kälte und Hitze nichts anhaben können!

Alle schätzen sie einen guten und nicht zu trockenen Gartenboden. Es sind dies sehr interessante und vielgestaltige Stauden mit filigranem Aussehen, die es wert wären, viel mehr verwendet zu werden, ihr Stern ist erst am Aufgehen! Wir haben mit den Jahren einiges an Sorten zusammengetragen, jedoch behalten wir nicht alle Auslesen, sondern verkaufen nach Möglichkeit stets nur das Beste!

Siehe auch den Artikel von Christian H. Kreß in Gartenpraxis Nr. 7/2010

Alle Wiesenknöpfe sind kräftige Verkaufspflanzen und befinden sich in 11cm-Töpfen (außer der schwachwüchsigen S. Tanna)

Saururus (1) - Molchschwanz

Kleine Gattung subtropischer Gefilde, von denen einige in milden Gegenden winterhart sind.

Sedum (Hylotelephium) (1) - Fetthenne

Die hohen Sedum bestimmen jede Pflanzung, schon vor der eigentlichen Blütezeit, natürlich durch ihre Farben und Formen besonders während ihrer Blüte. Aber auch ihre abgeblühten Blütenstängel sind bis tief in den Winter hinein eine große Zierde. Bis vor etwa 15 Jahren tat sich im Sedumsortiment nicht sehr viel. Und heute? Beinahe jedes Jahr kommen neue Sorten auf den Markt, besonders von den rotblättrigen und rot blühenden Sorten. Dazu kommt, dass fast jede Sorte Sortenschutz genießt, hoch angepriesen wird, versprechen später im Garten aber alles andere als vital, dauerhaft und gesund zu sein! So schnell wie sie kamen, verschwinden sie meist wieder.

Wir haben uns daher entschlossen, unser Sortiment im Gegensatz zu früher gewaltig zu straffen und bis auf wenige, bewährte Sorten zu reduzieren. Nichtdestotrotz gehören die hohen Sedum in jedes Staudenbeet, ganz besonders in die heute so beliebten Kiesgärten. Und sie möchten eine trockenen, aber einigermaßen guten Gartenboden. Vom Nährstoffgehalt des Bodens hängt es außerdem ab, wie breit die Blütenteller ausfallen und wie stabil die Stängel sind!

Senecio (1) - Greiskraut

Diese vielgestaltige Gattung bietet unseren Gärten eine große Menge an bekannten und weniger bekannten Pflanzen, die nahezu weltweite Verbreitung genießt. So unterschiedlich sind auch ihre Ansprüche und deren Verwendung im Garten.

Sidalcea (1) - Präriemalve

Eine Staudengattung aus der Prärie Nordamerikas. Sie bevorzugen frischen, nährstoffreichen Gartenboden und erfreuen uns durch ihre reiche Blüte im Frühsommer. Für jede Staudenrabatte geeignet. Die vorläufig einzige Art, die wir führen, ist selten in Kultur.

Silphium (5) - Kompasspflanze, Becherpflanze

Typische Vertreter der Nordamerikanischen Prärie, wo sie besonders in Ufernähe von Gewässern zu finden sind. Alle benötigen sie einen frischen Standort und einigermaßen gute Erde. Die meisten entwickeln sich zu imposanten Staudengestalten, die daher auch besonders als Solitärstauden zur Geltung kommen. Ihre großen, gelben Scheibenblüten richten sie nach dem momentanen Sonnenstand, daher der so treffende Name.

Symphytum (0) - Beinwell

Alte Gartenstaude, die vielerlei Bedeutung hatte, besonders als "Beinwell" in der Humanmedizin. Wir verwenden die beiden Sorten allerdings als Zierstauden. Alle befinden sich in 11cm-Töpfen.

Thalictrum (4) - Wiesenraute

Wiesenrauten sind zarte, ja fast zerbrechliche Pflanzengestalten von zwergigem bis übermannshohem Wuchs. Ob im Alpinum oder Staudenrabatte, sie ersetzen in einer sonnigen Pflanzung die Farne und sind bei den Kunden momentan äußerst beliebt.

Tradescantia (2) - Dreimasterblume

Anspruchslose, traditionelle Beetstauden, die mit ihren typischen dreiteiligen Blüten und der langen Blütezeit wichtige und sehr wertvolle Stauden darstellen. Man sollte die Horste unmittelbar nach der ersten Blüte ganz abschneiden, da so eine unerwünschte Aussaat verhindert wird und Pflanzen außerdem für den Rest des Jahres wesentlich attraktiver aussehen. Auch wenn momentan Dreimasterblumen zumindest bei uns vollkommen aus der Mode gekommen sind, sollten wir doch dafür sorgen, dass sie nicht ganz in Vergessenheit geraten!

Trollius (3) - Trollblume

Von den Trollblumen existieren eine ganze Reihe züchterisch beeinflusster Sorten, die man mehr oder weniger gut im Handel bekommt. Wir kultivieren und vermehren für Sie einige unbekanntere Arten und Sorten. Alle mögen sie einen vollsonnigen Standort, der nicht zu trocken ist.

Vernonia (4) - Eisenkraut

Äußerst langlebige und vollkommen winterharte Stauden der Hochgrasprärie des Mittleren Westens der USA. In guten Gartenböden wachsen sie zu ansehnlichen Riesenexemplaren heran, welche sehr dauerhaft und zuverlässig sind. Einige Arte sind sich sehr ähnlich und hybridisieren auch untereinander.

Veronica (1) - Ehrenpreis

Umfangreiche Gattung, siehe auch unter Steingartenstauden. Hier erwartet uns noch manche Überraschung! Nicht nur, dass hier viele Züchtungen und Neuentdeckungen auf uns zukommen, sondern auch die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft! Für ein gutes Gedeihen ist ein guter Boden Voraussetzung für ein positives Wachstum.

Weitere, sehr niedere Arten siehe unter Steingartenpflanzen.

Veronicastrum (4) - Hoher Ehrenpreis

Diese stattlichen Stauden können zur Blütezeit jedes Staudenbeet so richtig dirigieren und beherrschen. Und sie blühen über einen enorm langen Zeitraum. Der Hohe Ehrenpreis schätzt einen kräftigen, nahrhaften Gartenboden und einen möglichst offenen, freien Stand. Lassen Sie die Samenstände stehen, die sind bis in den Herbst hinein eine äußerst große Zierde! Alle Hohen Ehrenpreis befinden sich in 11cm-Töpfen und sind daher starke Verkaufspflanzen.

Zandedeschia (1) - Zimmercalla

Eigentlich gelten diese Afrikaner als nicht winterhart und sollten als Kübelpflanzen gehalten werden. Einzig die untenstehende Art kann milde Winter gut überstehen.

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