Winterharte Stauden für Sonne bis Schatten

Diese Rubrik umfasst die meisten unserer Stauden, welche Sie sowohl im Schatten, als auch in der Sonne verwenden können. Hier finden Sie alle klassischen Beetstauden, aber auch manche exquisite und seltene Staude für den Schatten. Stauden der Prärien und Steppen, besondere Wildstauden aus aller Welt, sowie mancherlei Neuheit oder lang gesuchte Rarität sind ebenfalls hier aufgelistet. Alle weiteren Stauden wie Gräser, Farne, Alpine und Steingartenstauden etc. sind in extra Kategorien zusammengefasst, welche Sie rechts im entsprechenden Feld problemlos anklicken können. NEU heißt Neuaufnahme und wird alle zwei Jahre zum Altbestand aktualisiert. Unsere Stauden sind nicht zum Verzehr geeignet, es sei denn, dies ist bei einzelnen Arten ausdrücklich vermerkt.
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Pachyphragma (1) - Kaukasus-Schaumblüte

Monotypische Gattung, d.h. mit nur einer Art. Eine viel zu wenig bekannte, wertvolle Staude, eine der ersten Blüten im Jahr, zusammen mit Helleboren, Cyclamen coum und Scharbockskräutern. Verwendung allenorts im Halbschatten, nicht zu trocken.

Pachysandra (1) - Dickanthere

Bei vielen Gartenbesitzern ist das Dickmännchen bekannt, oder auch Dickanthere (Pachysandra terminalis) genannt, ein relativ langweiliger, aber sehr dienlicher Bodendecker. Untenstehend eine Art, welche im Gegensatz zur bekannten Art durch ihren horstartigen Wuchs auffallen. Schöne, langlebige Schattenstaude!

Paeonia (13) - Pfingstrose

Wildpfingstrosen besitzen großen Charme, sie sind außerdem selten in Kultur und viele von ihnen langwierig in Vermehrung, alles Faktoren, die einen Staudengärtner herausfordern! Am richtigen Standort im Garten sind die Wildarten der Pfingstrosen allerdings äußerst genügsam und ebenso langlebig wie ihre durchzüchteten Schwestern. In der Gärtnerei stehen noch weitere Arten auf dem Mutterpflanzenquartier, die allerdings noch einige Jahre der Vermehrung benötigen. Die unten angebotenen Arten befinden sich alle in 11cm bis 13cm-Containern und können so das ganze Jahr über gepflanzt werden. Im Normalfall sind alle Verkaufsexemplare blühfähig, die 3-jährigen Sämlinge blühen meist im darauffolgenden Jahr.

Wir haben nicht in jedem Jahr unser volles Sortiment verfügbar, einige Arten werden nur sporadisch angeboten. Im Herbst 2019 werden wieder mehr Arten verfügbar sein.

Papaver (0) - Mohn

Sehr vielgestaltige Gattung, von einjährigen bis ausdauernden Arten, die in unseren Gärten sehr beliebt sind. Leider hat sich in den letzten Jahren beim Orientalischen Mohn u.a. Falscher Mehltau breit gemacht, so dass nahezu sämtliche Sorten nicht mehr wachsen!

Paris (1) - Einbeere

Einheimische Schattenstaude, deren Charme im Blütendetail liegt. Die Beeren sind giftig.

Parthenium (1) - Praerie Dock

Eine meiner Lieblings-Präriestauden ist diese weißblühende Schönheit aus Nordamerika. Die eigenwilligen, cremeweißen Blüten bleiben bis in den Herbst haften.

Patrinia (5) - Goldbaldrian

Wertvolle Sommerblüher für halbschattige Gehölzränder in nicht zu trockenen Böden. In unseren Schaubeeten ist Patrinia scabiosifolia ein echter Blickfang! Einige Arten erhalten sich problemlos durch gemäßigte Selbstaussaat. In letzter Zeit wurden aus Ostasien verschiedene für unsere Gärten vollkommen neue Arten eingeführt. Es lohnt sich, den Goldbaldrian im Garten auszuprobieren!

Penstemon (7) - Bartfaden

Die Bartfäden bieten uns eine große Menge an wunderschöner Stauden. Viele Arten dieser umfangreichen Gattung aus Nordamerika sind bei uns noch überhaupt nicht erprobt.

Die großblumigen, hohen Sorten von Penstemon gloxinaeflora sind bei uns nur eingeschränkt winterhart oder überleben nur in milden Wintern. Sogar im Weinbauklima benötigen sie einen guten Schutz gegen Wintersonne, am besten mit Hilfe von Fichtenreisig oder Vlies.

Wir bieten Ihnen ausschließlich langjährig bewährte, vollkommen winterharte Arten und Auslesen an! Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte ist förderlich für eine gute Verzweigung der Horste. Außerdem blühen diese Pflanzen gleich von neuem. Hier sind die höheren Arten und Sorten unter den Beetstauden angeführt, weitere Arten siehe unter Steingartenstauden!

Perovskya (4) - Blauraute

Fall Sie glauben, dass sich dieser blaublühende Halbstrauch nur auf trockenen Freiflächen zwischen Astern und Gräsern verwenden lässt, so befinden Sie sich im Irrtum! Pflanzen Sie die Blauraute einmal ganz anders, nämlich zwischen Prachtstauden! Etliche gelungene Pflanzungen zeugen davon. Rückschnitt immer erst im Frühjahr, wenn die frischen Triebe sichtbar sind.

Persicaria (13) - Knöterich

Vielgestaltige Gattung, die uns ungeahnte Möglichkeiten in ihrer Verwendung eröffnet. Die meisten Arten blühen außerordentlich lange, sind unverzichtbare Füllstauden und gleichzeitig sehr pflegeleicht. In unseren Schaurabatten dominieren sie in vielen Beeten! Manche Unterschiede in dem rasant angewachsenen Sortiment waren so gering, dass wir uns entschlossen haben, das Sortiment auf wenige, markante und bewährte Sorten zu beschränken, welche sich durch die Blütenfarbe und -form deutlich unterscheiden. Die Hohen Knöteriche wurden in Deutschland als "Staude des Jahres 2012" auserkoren. Alle Sorten befinden sich in 11cm-Töpfen, daher starke Verkaufsware!

Peucedanum (4) - Haarstrang

Eine der Gattungen, deren Vertreter sozusagen wichtiges "botanisches Beiwerk" in jeder Staudenpflanzung sind. Die weißen Blüten sind doldenförmig.

Phlomis (3) - Brandkraut

Diese vielgestaltige Gattung zeichnet sich durch ihre typischen quirlartigen Blütenstände aus. Fast immer benötigen sie einen trockenen und warmen Standort!

Phlox (130) - Flammenblume

"Ein Leben ohne Phlox ist ein Irrtum und eine Versündigung gegen den Sommer!" So urteilte Karl Foerster schon vor langer Zeit, sehr zu Recht! Phlox gehört einfach in jeden Garten, sei es als züchterisch wenig beeinflusste Staude in wiesenartigen Pflanzungen, oder in klassischen Beeten, sowie zu Gräsern mit all seinen vielen Auslesen und Züchtungen. Die Urform von Phlox paniculata stammt aus den Auwälder und Niederungen des Mississippis und seinen Zuflüssen. Nach Europa kam er schon im 16. Jahrhundert und wurde ab dem 19. Jahrhundert intensiv züchterisch bearbeitet.

Der Phlox ist bei uns eine Schwerpunktkultur, mit der wir uns intensiv auseinandersetzen. Wir sammeln, selektieren, sichten... Und durch unsere weit reichenden Kontakte sind wir inzwischen an Sorten herangekommen, die hierzulande größtenteils erstmalig in einer Gärtnerei angeboten werden. Es sind dies Neuzugänge, die wir über Beziehungen und Freundschaften von Liebhabern und Züchtern aus Deutschland, Frankreich, Russland, Finnland, Tschechien, Polen und dem Baltikum erhielten. Wir trugen inzwischen eine stattliche Anzahl an Sorten zusammen, wobei es sich hier um sowohl brandneue als auch historische Sorten handelt. Dies hat uns bewogen, in unserer Gärtnerei ein Phloxmuseum zu gründen. Derzeit stehen etwa 450 Sorten und es werden ständig mehr! Sie sind jederzeit eingeladen, unsere Sammlung zu besichtigen.

Die meisten der aus Russland und anderen osteuropäischen Ländern stammenden Phloxsorten im Webshop werden im deutschsprachigen Raum erstmalig angeboten, überhaupt waren diese in Westeuropa jahrzehntelang nicht zu bekommen. Sie bezaubern durch ihre ungewöhnlichen und einmaligen Farbnuancen und -kombinationen, welche wir bei uns bisher in dieser Weise nicht kannten! Vor allem aber fallen sie durch ihre große Vitalität und Gesundheit auf, da die meisten doch aus streng kontinentalem Klima stammen!

"Der Phlox kann so alt werden wie ein Landpfarrer, nur sollte er im Gegensatz zu diesem auch öfters versetzt werden!" Hiermit verdeutlichte Karl Foerster, dass die Flammenblumen einerseits sehr ausdauernd und robust sein können, andererseits aber auch zickig sind.

Kleiner Tipp am Rande: Versuchen Sie einmal, bei einem kräftigen Horst im Mai jeden zweiten Trieb die Wachstumsspitze auszubrechen. Dies verursacht bei allen pinzierten Trieben eine um 14 Tage spätere Blütezeit und verlängert die Gesamtblütezeit des Horstes um mindestens 14 Tage! Dies können Sie übriges auch bei nahezu allen Korbblütlern, wie z.B. den Astern tun! Oder Sie kombinieren früh blühende Sorten mit späten Sorten.

Den Hohen Staudenphlox sollten Sie auf jeden Fall unbedingt ausreichend ernähren, er spricht gerade auf Kompostgaben extrem gut an und zeigt erst dann seine wahre Vitalität und Wüchsigkeit! Ein wenig verrotteten Pferdemist aus dem nächsten Reitstall tut ein übriges. Der Boden sollte außerdem niemals zu trocken sein. "Der Phlox ist ein Fresser und ein Säufer!", auch diesen treffende Spruch von Karl Foerster sollte man sich zu Herzen nehmen! Volle Sonne sagt ihm am ehesten zu, aber leichter Halbschatten ist auch kein Problem, die Farben leuchten dort sogar noch mehr! Im Wiener Becken und in den "submediterranen" Gegenden Südwestdeutschlands ist der Phlox auf jeden Fall besser im Halbschatten aufgehoben. Wiesenphlox (Phlox maculata) und die sogenannten Breitblattphlox (auch als Phlox amplifolia des Handels bezeichnet) gelten auf unvorbereiteten Böden als gesünder, erreichen in ihrer Farbpalette jedoch nicht annähernd das Spektrum von Phlox paniculata. Zudem wurden ganz besonders bei einigen russischen Sorten auch andere Arten in das Zuchtprogramm mit einbezogen, so dass wir heutzutage eigentlich über Phlox-Hybriden sprechen müssten!

Älchen (Stängelnematoden), wie auch der Mehltau können dann zu einem Problem werden, wenn die Pflanzen unter Stress stehen, unterernährt sind oder viel zu trocken stehen, oder aber über die Jahre nicht verpflanzt wurden, also schon länger "Hunger haben". Unsere russischen Phloxfreunde pflanzen ihre Sorten alle 5 Jahre konsequent um. Dies ist bei uns nicht immer notwendig, erfordert jedoch eine konsequente und optimale Versorgung mit Nährstoffen und Wasser.

Übrigens vermehren wir unsere Phloxsorten ausschließlich über sehr frühe Kopfstecklinge, sogenannte Hypocotyl-Stecklinge. Auf diese Weise erhält man gesunde Pflanzen, die zumindest während der ersten Zeit älchenfrei sind. Dies ist zwar wesentlich mühsamer, aber zielführender. Älchen sind bekanntlich überall im Boden, man kann ihnen aber durch diese Vermehrungsart ein Schnippchen schlagen!

Eine einzigartige Spezialität unserer Staudengärtnerei sind jene Phloxsorten, welche aus Russland stammen, also dort gezüchtet wurden. Ganz besonders traumhaft schöne Sorten schuf der schon verstorbene Züchter Pavel Gaganov, welcher schon in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts ganz wesentlich dazu beitrug, dass der Phlox in Russland mit den Jahren zu einer Art Nationalblume wurde.

Die derzeit bekannteste und erfolgreichste russische Züchterin ist Elena Konstantinova, sie betreibt ihr Zuchtprogramm auf riesigen Feldern äußerst professionell. Elena hat mit den Jahren weit über 200 Sorten selektiert, ebenfalls ihr Mentor Jury Reprev. Aber auch viele andere private Züchter sind in letzter Zeit sehr erfolgreich und es erwarten uns auch in Zukunft weitere, ungewöhnliche Sorten. Selbst in England, geschweigedenn den USA (immerhin das Heimatland des Phloxes!) ist man offenbar immer noch sehr ahnungslos, was die züchterische Leistung und Schaffenskraft dieser russischen Phloxspezialisten anbelangt!

Inzwischen sind unsere meisten Phloxe wieder frisch vermehrt und werden ca. ab Mitte bis Ende Juli verkaufsfertig sein. Auch heuer sind wieder einige Neuheiten hinzugekommen. Einige Sorten werden allerdings erst ab Herbst bzw. ab kommenden Frühjahr zum Verkauf gelangen. Die meisten Sorten kultivieren wir in 9x9 oder 11x11cm-Töpfen. Wir wünschen viel Freude schon bei der Auswahl!

Phlox paniculata (9) - Spezielle Sorten für trockene Freiflächen und Gehölzränder (Früher auch unter Breitblattphlox, Phlox amplifolia)

Manche Gärtnerkollegen zählen diese Auslesen nach wie vor zu Phlox amplifolia, was aber nach den neuesten Erkenntnissen nicht korrekt ist. Alle jene neueren Sorten, die in Europa unter Phlox amplifolia geführt werden, zählen trotz allem zu Phlox paniculata, aufgrund ihrer botanischen Unterschiede, die für einen Laien leider nicht immer auf den ersten Blick nachvollziehbar sind. Allein die Tatsache, dass diese Sorten trockenheitsresistenter sein sollen, sowie eine etwas breitere Blattspreite besitzen, rechtfertigt nicht die Zugehörigkeit zu Phlox amplifolia!

Ein "reinrassiger", echter Breitblattphlox (Phlox amplifolia) scheint bis dato nirgends in Kultur zu sein, denn sein Habitat ist in den USA nur sehr klein und speziell, auch sieht er morphologisch etwas anders aus wie die bisher scheinbar echten Breitblattphloxe, welche bestenfalls Hybriden sind. Wir bemühen uns jedenfalls sehr, an einen echten, reinrassigen Phlox amplifolia vom Naturstandort heranzukommen!

Nach genauen botanischen Beschreibungen steht jedenfalls fest, dass die Blütenröhre (Corolla) bei Phlox paniculata stets außen mehr oder weniger behaart ist, bei Phlox amplifolia hingegen vollkommen glatt und keinerlei Behaarung oder Bewimperung aufweist. Bei Phlox paniculata zeigen sich die weißen bis gelblichen Staubgefäße deutlich sichtbar, während bei Phlox amplifolia diese kaum sichtbar in der Röhre zurückliegen. So jedenfalls die pure Botanik! Phlox amplifolia hat zudem wesentlich breitere, stark behaarte, raue Blätter, die bis zu 15 cm lang werden können, die Internodien sind länger, die Stängel sind ebenfalls stark behaart. Dieser wird höchstens 60 cm hoch, hat einen locker aufgebauten Blütenstand und besitzt die Neigung, in die Breite zu wachsen und schüttere Bestände zu bilden.

Phlox paniculata besitzt ein sehr weit gestrecktes und riesiges Verbreitungsgebiet, demzufolge wächst er auch in den unterschiedlichsten Habitaten, auch an trockenen Standorten! Und daher kommt er in den vielfältigsten Formen und Sippen über weite Strecken des Mittleren Westens und dem Osten der USA verstreut vor, mit den unterschiedlichsten, morphologischen Eigenschaften, sowie diversen Standortmodifikationen. Offenbar wurden irgendwann einige Typen von Phlox paniculata aus trockeneren Waldrandgebieten als Phlox amplifolia bezeichnet, mit den wenigen bekannten Unterscheidungsmerkmalen.

Nebenbei sollten korrekterweise sämtliche Hohen Sommerphloxe entweder als Phlox-Hybriden (sofern dies nachvollziehbar ist, wie z.B. bei Phlox x arendsii) oder aber viel korrekter auch weiterhin als Phlox paniculata bezeichnet werden, wenngleich diese Umbenennung einigen unter uns gar nicht "schmeckt"!

Letztendlich ist es völlig unerheblich, wie man diese Gruppe gärtnerisch auch immer benennt, fest steht jedenfalls, dass diese untenstehenden Sorten der Flammenblumen auf jeden Fall trockenheitsresistenter sind! Sie besitzen meist ein wellenförmig gerandeten Blatt, sowie eine etwas breitere Blattspreite, was zur Annahme führte, diese "Breitblattphlox" zu nennen. Wir waren uns schon immer unsicher, ob es sich bei den hier angebotenen Breitblattphlox-Sorten um reinrassige Phlox-amplifolia-Abkömmlinge handelte! Jetzt kam Anfang 2018 diese neue Erkenntnis aus den USA, als der amerikanische Botaniker Dr. Peter Zale von Longwood Gardens in einer längerfristigen Untersuchung feststellte, dass es sich bei den in Europa kultivierten Sorten dieser Gruppe um nichts anderes als um Phlox paniculata handelt, mit unterschiedlichstem Charakter und Coleuren.

Die ganze Diskussion in der Vergangenheit rund um Phlox amplifolia beruhte vermutlich auf eine stillschweigende Übereinkunft aus "zu keinem Ergebnis kommenden Hobbybotanikern" und einigen geschäftstüchtigen Gärtnern, wobei der Hauptgrund dieser Missinterpretation schlicht und ergreifend in der Tatsache begründet war, dass man es damals noch nicht besser wusste! Die relative Gesundheit, sowie die bessere Trockenheitsresistenz dieser Phloxgruppe sollte trotzdem auf jeden Fall Beachtung finden. Allerdings wünsche ich mir etwas mehr Abwechslung und Lebendigkeit in ihrem Farbenspiel. Und dass diese sogenannten Phlox amplifolia-Typen keinerlei Mehltau bekommen, kann getrost in das Reich der Märchen verbannt werden! Stark unterernährte Horste dieser Gruppe sind auch hiervon nicht geschützt.

Als Landschaftssorten im Öffentlichen Grün, in Präriegärten und auf trockenen Freiflächen werden sie in der Zukunft durchaus ihre Berechtigung erlangen, da sie außerdem die Eigenschaft besitzen, in die Breite zu wachsen und auf diese Weise größere Bestände bildet.

Mit den prächtigen Sorten von Phlox paniculata können sie jedoch niemals verglichen werden und halten hier auch kaum mit. Einige Gartengestalter und Pflanzplaner schwören jedoch auf diese Sorten, denn sie lassen sich viel unverkrampfter in natürlich gehaltenen Pflanzungen und Kombinationen unterbringen.

Phuopsis (1) - Scheinwaldmeister

Anspruchslose Wildstaude, die sich wunderbar als kleiner Bodendecker unter tief wurzelnden Gehölzen wie Eichen oder Buchen eignet.

Phygelius (2) - Kapfuchsie

Die Kapfuchsie wächst strauchartig und steht in der Heimat an Bächen und Ufern von Flüssen. Bei uns praktisch für jeden Boden geeignet, jedoch eher trockener. Bildet größere Horste und blüht zufriedenstellend jedes Jahr! Orangerote Rispen.

Phyla (1) - Rubiaceae

Guter Teppichbildner für milde Lagen.

Physoclaina (1) - Kaukasischer Nachtschatten

Diese horstig wachsende Schattenpflanze ist leider selten in Kultur, aber zur Blütezeit sehr auffällig. Halbschattige Lage, besonders schön in Verbindung zu den edlen Formen des Scharbockskrautes und allen frühblühenden Primeln und Leberblümchen.

Physostegia (3) - Gelenkblume, Etagenerika

Die Gelenkblumen sind reine Präriestauden, welche aber schon lange in viele Gärten als Beetstaude Einzug hielten. Anspruchslos, normaler Gartenboden. Im Herbst abschneiden.

Phytolacca (1) - Kermesbeere

Eine Gattung mit mehreren Arten, deren Samen meist über Vögel verbreitet werden. Die bekannteste Art ist Phytolacca acinos, mit schwarzen Beeren, die wir bei uns gelegentlich in Bauerngärten finde.

Plagiorhema (1) - (Berberidaceae)

Eine reizende Gattung mit Stauden für schattige Lagen, welche mit der Zeit immer schöner und prächtiger werden, wenn sie auch in Ruhe gelassen werden!

Plantago (2) - Wegerich

Die Gattung der Wegeriche ist sehr vielgestaltig und kann die unterschiedlichsten Wuchsformen aufweisen. Der Breitwegerich ist eine Zeigerpflanze für verdichtete Böden.

Podophyllum (2) - Maiapfel

Etwas Besonderes stellen die Maiäpfel dar. Sie sind wahre Schattenstauden und beleben durch ihr fremdartiges Aussehen jede Pflanzung.

Polemonium (4) - Jakobsleiter

Anspruchslose Stauden, die in jedem Boden gedeihen.

Polygonatum (22) - Salomnossiegel

Hier haben wir es mit äußerst langlebigen Stauden für den Halbschatten zu tun, die von Jahr zu Jahr üppiger werden. Manche Arten wachsen zu Beginn nur sehr langsam, sind aber dauerhafte und zuverlässige Begleiter im Halbschatten. Viele der untenstehenden Arten stammen ursprünglich aus China und dem Himalaya, aber auch aus den Wäldern Nordamerikas und Europas. Interessant ist die so unterschiedliche äußere Gestalt der Pflanzen und deren verschiedenen Wuchseigenschaften! Leider sind uns durch den schlimmen Winter 2012/13 einige wertvolle Arten trotz Glasschutz in den Töpfen erfroren.

Potentilla (1) - Fingerwurz

Eine große und umfangreiche Gattung, die auch Sträucher beinhaltet. Leider sind die staudigen Sorten, welche früher viel mehr kultiviert wurden, nahezu verschwunden.

Primula (0) - Primel

Siehe unter Steingartenpflanzen! Wir haben alle Primeln der Vollständigkeit halber dort zusammengefasst.

Prunella (4) - Braunelle

Anspruchslose Gattung mit einigen Arten, deren attraktive Farbauslesen überall dort gepflanzt werden können, wo Platz vorhanden ist, bevorzugt in halbschattiger Lage, aber auch in voller Sonne. Bilden alsbald dichte Horste. In voller Blüte fallen diese Lippenblütler überall und in jedem Garten auf!

Pulmonaria (5) - Lungenkraut

Die Lungenkräuter sind im Aussehen sehr variabel. Mittlererweile gibt es eine Menge Sorten dieser reizenden Frühjahrsblüher. Unverzichtbar zusammen mit anderen Stauden des Halbschattens, weil die ganze Farbpalette durch die gefleckten Blätter einiger Sorten noch gesteigert wird, was bis in den Herbst zum Ausdruck kommt. Wählen Sie einen Platz aus, der im Sommer beschattet ist und nie ganz austrocknet, dann hat man weniger Probleme mit Mehltau. Denn dies ist äußerst verdrießlich!

Pycnanthemum (6) - Amerikanische Bergminze

Diese robusten und dauerhaften Stauden sind in unseren Gärten so gut wie unbekannt. Zugegeben - sie zählen nicht gerade zu den schönsten Staudenjuwelen. Die Blüten sind eher zart und unscheinbar, hier macht es aber die Masse der Blüten, sowie ihr ungewöhnliches Äußeres und ihre Eignung als perfekte Insektenmagneten. Gut geeignet für Kiesgärten, aber auch als Füllstauden in jeder trockenen Staudenrabatte. Wir sollten diese aromatisch riechenden Stauden viel mehr in trockene Pflanzungen integrieren.

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