Winterharte Stauden für Sonne bis Schatten

Diese Hauptrubrik umfasst die allermeisten unserer Stauden des Lebensraumes Beet, sowie für den Gehölzbereich in schattigen Lagen oder für feuchte und trockene Pflanzungen in der vollen Sonne. Stauden der Prärien und Steppen, insbesondere Wildstauden aus aller Welt, sowie mancherlei Neuheit sind ebenfalls hier aufgelistet. Alle weiteren Stauden wie Gräser, Farne, Alpine und Steingartenstauden etc. sind in extra Kategorien zusammengefasst, welche Sie rechts im entsprechenden Feld problemlos anklicken können. NEU heißt Neuaufnahme und wird alle zwei Jahre zum Altbestand aktualisiert. Unsere Stauden sind nicht zum Verzehr geeignet, es sei denn, dies ist bei einzelnen Arten ausdrücklich vermerkt.
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Patrinia (1) - Goldbaldrian

Wertvolle Sommerblüher für halbschattige Gehölzränder in nicht zu trockenen Böden. In unseren Schaubeeten ist Patrinia scabiosifolia ein echter Blickfang! Einige Arten erhalten sich problemlos durch gemäßigte Selbstaussaat. In letzter Zeit wurden aus Ostasien verschiedene für unsere Gärten vollkommen neue Arten eingeführt. Es lohnt sich, den Goldbaldrian im Garten auszuprobieren!

Persicaria (2) - Knöterich

Vielgestaltige Gattung, die uns ungeahnte Möglichkeiten in ihrer Verwendung eröffnet. Die meisten Arten blühen außerordentlich lange, sind unverzichtbare Füllstauden und gleichzeitig sehr pflegeleicht. In unseren Schaurabatten dominieren sie in vielen Beeten! Manche Unterschiede in dem rasant angewachsenen Sortiment waren so gering, dass wir uns entschlossen haben, das Sortiment auf wenige, markante und bewährte Sorten zu beschränken, welche sich durch die Blütenfarbe und -form deutlich unterscheiden. Die Hohen Knöteriche wurden in Deutschland als "Staude des Jahres 2012" auserkoren. Alle Sorten befinden sich in 11cm-Töpfen, daher starke Verkaufsware!

Peucedanum (1) - Haarstrang

Eine der Gattungen, deren Vertreter sozusagen wichtiges "botanisches Beiwerk" in jeder Staudenpflanzung sind. Die weißen Blüten sind doldenförmig.

Phlox (1) - Flammenblume

Eine unserer Hauptkulturen!

"Ein Leben ohne Phlox ist ein Irrtum und eine Versündigung gegen den Sommer!" So urteilte Karl Foerster schon vor langer Zeit, sehr zu Recht!

Phlox gehört einfach in jeden Garten, sei es als züchterisch wenig beeinflusste, wüchsige Sorte mit Wildcharakter in wiesenartigen Pflanzungen, oder in klassischen Staudenbeeten, sowie zu Gräsern, mit all seiner unendlichen Fülle an Züchtungen. Die Urform oder Stammart von Phlox paniculata stammt aus den Auwälder und Niederungen des Mississippis und seinen Zuflüssen, sowie dem östlichen Teil Nordamerikas und kann sehr vielfältig sein! Nach Europa kam er schon im 17. Jahrhundert, wurde aber erst ab dem 19. Jahrhundert intensiv züchterisch bearbeitet und ist dann Anfang des 20. Jahrhunderts zu jener klassischen Gartenstaude geworden, wie wir sie kennen und schätzen!

Der Phlox hat sich bei uns seit Jahren zu einer Schwerpunktkultur entwickelt, mit der wir uns intensiv auseinandersetzen. Wir sammeln, selektieren, sichten... Und durch unsere weit reichenden Kontakte sind wir inzwischen an Sorten herangekommen, die hierzulande größtenteils erstmalig in einer Gärtnerei zum Verkauf angeboten werden. Es sind dies Sorten, die wir über Beziehungen und Freundschaften von Liebhabern und Züchtern aus Deutschland, Frankreich, Russland, Finnland, Tschechien, Polen und dem Baltikum erhielten. Wir trugen inzwischen eine stattliche Anzahl an Sorten zusammen, wobei es sich hier um sowohl brandneue als auch historische Sorten handelt.

Viele der aus Russland und anderen osteuropäischen Ländern stammenden Phloxsorten im Webshop werden im deutschsprachigen Raum überhaupt erstmalig angeboten, diese waren in Westeuropa jahrzehntelang gar nicht existent! Sie bezaubern durch ihre ungewöhnlichen und einmaligen Farbnuancen und -kombinationen. Vor allem aber fallen sie durch ihre große Vitalität und Gesundheit auf, da die meisten doch aus rein kontinentalem Klima stammen, wo die Sommer sehr trocken und die Winter außerordentlich kalt sein können!

"Der Phlox kann so alt werden wie ein Landpfarrer, nur sollte er im Gegensatz zu diesem auch öfters versetzt werden!" Hiermit verdeutlichte Karl Foerster, dass die Flammenblumen einerseits sehr ausdauernd und robust sind, andererseits aber auch zickig sein können, alles in allem aber ein Minimum an guter Betreuung erhalten sollten.

Kleiner Tipp am Rande: Versuchen Sie einmal, bei einem kräftigen, älteren Horst im Mai jeden zweiten Trieb die Wachstumsspitze auszubrechen. Dies verursacht bei allen auspinzierten Trieben eine um 14 Tage spätere Blütezeit und verlängert die Gesamtblütezeit des Horstes um mindestens 14 Tage! Dies können Sie übriges auch bei nahezu allen Korbblütlern, wie z.B. den Astern tun! Oder Sie kombinieren früh blühende Sorten mit späten Sorten, denn die Phloxblüte erstreckt sich von Ende Juni bis Mitte September, oft sogar noch wesentlich länger!

Den Hohen Staudenphlox sollten Sie auf jeden Fall gut und ausreichend ernähren, er spricht speziell auf Kompostgaben extrem gut an und zeigt erst dann seine wahre Vitalität und Wüchsigkeit! Ein wenig verrotteten Pferdemist aus dem nächsten Reitstall tut ein übriges. Der Boden sollte außerdem niemals zu trocken sein.

"Der Phlox ist ein Fresser und ein Säufer!", auch diesen treffende Spruch von Karl Foerster sollte man sich zu Herzen nehmen! Volle Sonne sagt ihm am ehesten zu, aber leichter Halbschatten ist auch kein Problem, die Farben leuchten dort sogar noch mehr! Im Wiener Becken und in den "submediterranen" Gegenden Südwestdeutschlands ist der Phlox auf jeden Fall besser im Halbschatten aufgehoben. Wiesenphlox (Phlox maculata) und die sogenannten Breitblattphloxe (besser als Phlox amplifolia des Handels bezeichnet) gelten auf unvorbereiteten Böden zwar als gesünder und unkomplizierter, erreichen in ihrer Farbpalette jedoch nicht annähernd das Spektrum der neuen und herkömmlichen Hohen Sommerphloxe! Diese wurden ab diesem Jahr in unser normales Sortiment integriert, also nicht mehr extra geführt. Nebenbei wurden bei einigen russischen Sorten auch weitere Arten in das Zuchtprogramm mit einbezogen, so dass wir heutzutage eigentlich von Phlox-Hybriden sprechen müssten!

Älchen (Stängelnematoden), wie auch der Mehltau können dann zu einem Problem werden, wenn die Pflanzen unter Stress stehen, unterernährt sind oder auf viel zu trockenen Böden stehen, oder aber über die Jahre nie verpflanzt wurden, also schon deslängerem "Hunger haben". Unsere russischen Phloxfreunde pflanzen ihre Sorten alle 5 Jahre konsequent um. Dies ist nicht immer notwendig, erfordert jedoch eine konsequente und optimale Versorgung mit Nährstoffen und Wasser.

Übrigens vermehren wir unsere Phloxsorten ausschließlich über sehr frühe Kopfstecklinge, sogenannte Hypocotyl-Stecklinge. Auf diese Weise erhält man gesunde Pflanzen, die zumindest während der ersten Zeit älchenfrei sind. Dies ist zwar mit wesentlich mehr Arbeit verbunden, aber zielführender. Älchen sind normalerweise überall im Boden, man kann ihnen aber durch diese Vermehrungsart ein Schnippchen schlagen!

Eine einzigartige Spezialität unserer Staudengärtnerei sind jene Phloxsorten, die in Russland gezüchtet wurden. Ganz besonders traumhaft schöne Sorten schuf der schon verstorbene Züchter Pavel Gaganov, welcher schon in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts ganz wesentlich dazu beitrug, dass der Phlox in Russland mit den Jahren sogar zu einer Art Nationalblume wurde, obgleich sie eigentlich eine Wildstaude aus Amerika wäre!

Die derzeit bekannteste und erfolgreichste russische Züchterin ist Elena Konstantinova, sie betreibt ihr Zuchtprogramm auf riesigen Feldern äußerst professionell. Elena hat mit den Jahren weit über 200 eigene Sorten selektiert, ebenfalls ihr früherer Mentor Jury Reprev. Aber auch eine ganze Reihe andere, private Züchter sind in letzter Zeit sehr erfolgreich und es erwarten uns auch in Zukunft weitere, sehr ungewöhnliche Sorten. Selbst in England, geschweige denn in den USA (immerhin das Heimatland des Phloxes!) ist man selbst seitens der Fachwelt offenbar immer noch sehr ahnungslos, was die züchterische Leistung und Schaffenskraft dieser russischen Phloxspezialisten anbelangt, eigentlich vollkommen unverständlich!

Neuester Stand (Mitte August 2020): Inzwischen sind unsere meisten Phloxe wieder frisch vermehrt! Es dauert ca. 2 Wochen, dann sind die Töpfe gut durchwurzelt, ideal für einen Versand im September! Auch heuer kamen wieder einige Neuheiten hinzu, aber auch ältere Sorten sind ab diesem Jahr wieder verfügbar. Die meisten frisch vermehrten, neuen Sorten kultivieren wir in 9x9-cm-Töpfen, später dann wandern viele in 11x11cm-Töpfe, was dem Phlox nährstoffbedingt viel besser gefällt! Daher haben wir auch die Topfgröße im Sortenbeschrieb dokumentiert.

Wir wünschen viel Freude beim Gustieren und wir sind gespannt auf Ihre Auswahl, die Sie treffen werden!

Phytolacca (1) - Kermesbeere

Eine Gattung mit mehreren Arten, deren Samen meist über Vögel verbreitet werden. Die verbreitetste Art ist Phytolacca acinos, mit schwarzen Beeren an stehenden Fruchtständen, die wir bei uns gelegentlich in Bauerngärten finden. Im Gegensatz dazu besitzt Phytolacca americana bogig hängende Blüten und Fruchtstände.

Plantago (1) - Wegerich

Die Gattung der Wegeriche ist sehr vielgestaltig und kann die unterschiedlichsten Wuchsformen aufweisen. Der Breitwegerich ist eine Zeigerpflanze für verdichtete Böden.

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