Winterharte Stauden für Sonne bis Schatten

Diese Rubrik umfasst die allermeisten unserer Stauden, sei es für schattigen Lagen oder für die volle Sonne. Hier finden Sie die klassischen Beetstauden, aber auch manche exquisite Seltenheit. Stauden der Prärien und Steppen, besondere Wildstauden aus aller Welt, sowie mancherlei Neuheit sind ebenfalls hier aufgelistet. Alle weiteren Stauden wie Gräser, Farne, Alpine und Steingartenstauden etc. sind in extra Kategorien zusammengefasst, welche Sie rechts im entsprechenden Feld problemlos anklicken können. NEU heißt Neuaufnahme und wird alle zwei Jahre zum Altbestand aktualisiert. Unsere Stauden sind nicht zum Verzehr geeignet, es sei denn, dies ist bei einzelnen Arten ausdrücklich vermerkt.
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Rabdosia (0) - Siehe unter Isodon!

Wenn kein deutscher Name zur Verfügung steht, dann sollte man einen passenden erfinden! Die Blüten dieser wundervollen Gartenstaude erinnern an Streichholzfuchsien (Cuphea), nur dass diese tiefblau sind. Halbschatten, humosen Boden. In Norddeutschland gedeiht sie auch in voller Sonne, wenn der Boden frisch genug gewählt wird. Neuerdings wurde die Gattung Rabdosia mit Isodon vereint, siehe dort unter Isodon!

Ranunculus (24) - Zwerg-Ranunkel

(syn. Ficaria verna) - Eine unserer Schwerpunktkulturen -

Das Scharbockskraut, sowie einige Vertreter der Hahnenfüße rufen nach unserem gärtnerischen Verständnis eher negative Aspekte und Assoziazionen hervor. Sie galten bisher als gefürchtetes Unkraut mit wuchernden Wuchseigenschaften, welche andere Frühlingsstauden verdrängen, daneben aber auch in der Küche gut zu verwenden ist.

Nach so vielen Jahren der Stagnation erleben diese liebenswerten Stauden nun eine ungeahnte Renaissance! Besonders beliebt sind alle Sorten mit dunklen Blättern oder gefüllten Blüten. Die von uns angebotenen Sorten des Scharbockskrautes (Ranunculus ficaria, syn. Ficaria verna) stammen jedoch von einer botanischen Variante ab, welche nicht wuchert, die auch keinerlei dieser verheerenden Knöllchen (Bulbillen) in den Blattachseln bildet. Es existieren die absonderlichsten Formen, Auslesen und Farben davon, die überhaupt nichts mit unserem bekannten Wucherscharbockskraut gemein haben! Wir hatten uns vor vielen Jahren eine größere Anzahl von John Carter schicken lassen. Er war dazumal der National Plant Collection-Holder und Züchter dieser englischen Scharbockskräuter. Es glichen sich viele der Sorten derart, dass wir inzwischen nur deutlich unterscheidbare Sorten im Sortiment behalten haben! Allesamt sind sie jedoch sehr liebenswerte Gartenstauden, die wir nie mehr missen möchten!

Leider gestaltet sich die Topfkultur nicht immer ohne Probleme, immer wieder treten bei Kahlfrösten unvorhergesehene Winterschäden auf, trotz Schutzmaßnahmen und trotz ihrer hervorragenden Winterhärte, wenn diese ausgepflanzt im Garten stehen. Wir ziehen diese liebenswerten Frühlingsblüher deswegen in Frühbeetkästen, dort stehen sie geschützt.

Besonders schön kommen sie zwischen Lenzrosen und Frühlingsalpenveilchen zur Geltung. All diese Sorten haben sich bei uns als absolut gartenwürdig herausgestellt, sie gedeihen selbst in dichtestem Lehmboden und sind obendrein über viele Jahre sehr dauerhaft! Ich nenne sie gerne "Zwergranunkeln", da das Wort "Scharbockskraut" bei vielen Gartenliebhabern extrem negativ besetzt ist! Verwendung beinahe überall im Garten, auch in Staudenrabatten zwischen anderen Stauden, ganz besonders aber im Halbschatten in frischem Humusboden. Die dunkelblättrigen Sorten zeigen sich besonders ausgeprägt in im Frühjahr sonniger Lage, die später von Laubgehölzen beschattet wird.

Bitte beachten Sie, dass alle Scharbockskräuter bald nach der Blüte, spätestens ab Anfang Juni wieder einziehen! Die Höhen- und Breitenangaben differieren nur wenig, sie dienen lediglich als ungefähre Richtschnur, sieht man von R. ficaria 'Grandiflora' ab, welche mit ihrer Größe aus der Reihe tanzt.

Diese Zwergranunkeln sind für uns relativ aufwändig in Kultur und Vermehrung (ja, auch bei einem Scharbockskraut kann sich die Vermehrung kompliziert gestalten!). Im Garten allerdings gehören sie zu den anspruchslosesten Stauden überhaupt! Inzwischen hat sich im Sortiment einiges getan, es sind eine ganze Anzahl weiterer, sehr spannender und branndneuer Sorten im Vermehrungsaufbau. Lassen Sie sich in den kommenden Jahren überraschen!

Reineckea (3) - (Asparagaceae)

- Reineckie - Monotypische Gattung, hier gibt es nur diese eine Art. Diese auf den ersten Blick unscheinbare und nichtssagende Pflanze fühlt sich in halbschattigen bis vollschattigen Lagen am wohlsten, wo sie bald dichte Bestände bildet, die auf den ersten Blick an Carex-Flächen erinnern. Ist schon sehr lange in Kultur, ihr Gartenwert wurde aber weder von Staudengärtnern noch von Gartenliebhabern nennenswert erkannt. Wächst ähnlich Ophiopogon, ist aber unserer Meinung nach viel attraktiver, die Pflanzen decken nachhaltig und dicht. Die Situation auf dem Bild ist drei Jahrzehnte alt, Reineckia kommt im Übrigen ausgezeichnet mit Trockenheit zurecht! Die sehr hübschen Blüten erscheinen allerdings frühestens Ende September bis Mitte Oktober. Schneiden Sie einfach einen Teil der Blätter ab, dann fallen die dazwischen sitzenden Blüten jedem Betrachter auf! Ein hochgestellter Rasenmäher wirkt Wunder, dieser bewerkstelligt dies auf elegante und unkomplizierte Weise.

Rodgersia (4) - Kastanienblatt

Ornamentale Stauden mit ausdrucksvollem Charme. Räumen Sie diesen Pflanzen genügend Platz in einer halbschattigen Lage ein, dass sie auch zur vollen Geltung gelangen. Humoser kräftiger Boden.

Rohdea (1) - Omoto

- Mandarin Wan Nian Qing; jap. Omoto - (Ruscaceae) Seltene, japanische Schattenstaude, deren Verwandschaft zu Bogenhanf offensichtlich ist. In ihrer Heimat geniest sie einen jahrhundertelangen, legendären Ruf und wird ähnlich der Leberblümchen geradezu kultartig verehrt. Es existieren eine Menge zumeist panaschierter Sorten, sowie mit verdrehten Blättern. Ausreichend winterhart in lehmig-humosen Böden, die leicht sauer reagieren sollten, in rauen Lagen Reisigschutz. Etabliert sich nur sehr langsam, ist aber enorm ausdauernd. Halbschatten bis Schatten, ganz besonders für Atriumgärten, Patios und Innenhöfe. Nach Möglichkeit freier Stand in gutem, nicht von Gehölzen durchwurzelter Boden.

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