Winterharte Stauden für Sonne bis Schatten

Diese Hauptrubrik umfasst die allermeisten unserer Stauden des Lebensraumes Beet, sowie für den Gehölzbereich in schattigen Lagen oder für feuchte und trockene Pflanzungen in der vollen Sonne. Stauden der Prärien und Steppen, insbesondere Wildstauden aus aller Welt, sowie mancherlei Neuheit sind ebenfalls hier aufgelistet. Alle weiteren Stauden wie Gräser, Farne, Alpine und Steingartenstauden etc. sind in extra Kategorien zusammengefasst, welche Sie rechts im entsprechenden Feld problemlos anklicken können. NEU heißt Neuaufnahme und wird alle zwei Jahre zum Altbestand aktualisiert. Unsere Stauden sind nicht zum Verzehr geeignet, es sei denn, dies ist bei einzelnen Arten ausdrücklich vermerkt.
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Rabdosia (0) - Siehe unter Isodon!

Neuerdings wurde die Gattung Rabdosia mit Isodon vereint, siehe dort unter Isodon!

Ranunculus (46) - Zwerg-Ranunkel

(neuerdings auch unter Ficaria verna) - Eine der Hauptkulturen von Sarastro-Stauden -

Das Scharbockskraut, sowie einige Vertreter der Hahnenfüße rufen nach unserem Verständnis eher negative Aspekte und Assoziationen hervor. Sie galten bisher als gefürchtetes Unkraut mit wuchernden Wuchseigenschaften, die die anderen Frühlingsstauden verdrängen, daneben aber auch in der Küche gut zu verwenden ist. Zu früheren Zeiten wurde das Scharbockskraut als Vitaminbringer gegen Skorbut verabreicht.

Nach so vielen Jahren der Stagnation erleben diese liebenswerten Stauden nun eine ungeahnte Renaissance! Besonders beliebt sind alle Sorten mit dunklen Blättern oder gefüllten Blüten. Die von uns angebotenen Sorten des Scharbockskrautes (Ranunculus ficaria, syn. Ficaria verna) stammen jedoch von einer botanischen Variante ab, welche nicht wuchert, die auch keinerlei dieser verheerenden Knöllchen (Bulbillen) in den Blattachseln bildet. Es existieren die absonderlichsten Formen, Auslesen und Farben davon, die überhaupt nichts mit unserem bekannten Wucherscharbockskraut gemein haben! Wir hatten uns in den 90er-Jahren eine größere Anzahl von John Carter schicken lassen. Er war dazumal der National Plant Collection-Holder und Züchter dieser englischen Scharbockskräuter. Es glichen sich jedoch so viele dieser Sorten derartig, dass wir inzwischen nur deutlich unterscheidbare Sorten im Sortiment behalten haben! Der Mitteleuropäer ist eben längst nicht so detailverliebt wie der Brite, das äußert sich auch bei anderen Pflanzengattungen! Im Große und Ganzen sind diese Ranunkeln sehr liebenswerte Gartenstauden, die wir nie mehr missen möchten!

Leider gestaltet sich die Topfkultur nicht immer ohne Probleme, immer wieder treten bei Kahlfrösten unvorhergesehene Winterschäden auf, trotz Schutzmaßnahmen und trotz ihrer hervorragenden Winterhärte, wenn diese ausgepflanzt im Garten stehen. Wir kultivieren diese liebenswerten Frühlingsblüher deswegen sicherheitshalber in Frühbeetkästen, dort stehen sie geschützter als auf den üblichen Stellflächen.

Im Garten kommen sie zwischen Lenzrosen und Frühlingsalpenveilchen besonders hübsch zur Geltung. All diese Sorten haben sich bei uns als absolut gartenwürdig herausgestellt, sie gedeihen selbst in dichtestem Lehmboden und sind noch dazu dauerhaft über viele Jahre! Ich nenne sie gerne "Zwergranunkeln", da das Wort "Scharbockskraut" bei vielen Gartenliebhabern extrem negativ besetzt ist! Verwendung beinahe überall im Garten, besonders auch in Staudenrabatten zwischen anderen Stauden, ganz besonders aber im Halbschatten in frischem Humusboden. Die dunkelblättrigen Sorten zeigen sich besonders ausgeprägt in im Frühjahr sonniger Lage, die später von Laubgehölzen beschattet wird.

Bitte beachten Sie, dass alle Scharbockskräuter bald nach der Blüte, spätestens ab Anfang Juni komplett einziehen! Die Höhen- und Breitenangaben differieren nur wenig, sie dienen lediglich als ungefähre Richtschnur, sieht man einmal von R. ficaria 'Grandiflora' ab, welche mit ihrer Übergröße aus der Reihe tanzt.

Diese Zwergranunkeln sind für uns relativ aufwändig in Kultur und Vermehrung (ja, auch bei einem Scharbockskraut kann sich die Vermehrung langwierig gestalten!). Im Garten allerdings gehören sie zu den anspruchslosesten Stauden überhaupt! Inzwischen hat sich im Sortiment einiges getan. Einige viel versprechende Neuheiten konnten wir vermehren und erstmalig anbieten. Entschuldigen Sie bitte die teilweise schlechte Qualität der Bilder, aber leider war dummerweise unsere Kamera falsch eingestellt. Wir holen dies in der kommenden Saison nach und wechseln die Bilder aus.

Reineckea (4) - (Asparagaceae)

- Reineckie, "Japanisches Maiglöckchen" - Der deutsche Name deutet nur auf die nahe Verwandschaft mit dem Maiglöckchen hin, ist aber eigentlich unglücklich gewählt! Reineckia ist eine monotypische Gattung, hier gibt es nur diese eine Art. Die auf den ersten Blick unscheinbare und nichtssagende Pflanze fühlt sich in halbschattigen bis vollschattigen Lagen am wohlsten, wo sie bald dichte Bestände bildet, die auf den ersten Blick an Carex-Flächen erinnern. Ist schon sehr lange in Kultur, ihr Gartenwert wurde aber bis heute weder von Staudengärtnern noch von Gartenliebhabern nennenswert erkannt. Wächst ähnlich Ophiopogon, ist aber unserer Meinung nach mindestens so attraktiv, die Pflanzen decken nachhaltig und dicht. Die Situation auf dem Bild ist Jahrzehnte alt, Reineckia kommt im eingewachsenen Zustand ganz ausgezeichnet mit Trockenheit zurecht! Die sehr hübschen Blüten erscheinen beim gängigen Typ frühestens Ende September bis Mitte Oktober. Schneiden Sie einfach einen Teil der Blätter ab, dann fallen die dazwischen sitzenden Blüten jedem Betrachter auf! Ein hochgestellter Rasenmäher wirkt Wunder, dieser bewerkstelligt dies auf elegante und unkomplizierte Weise.

Rheum (1) - Rhabarber

Vielgestaltige Gattung, die sich vom Speiserhabarber bis hin zur hochalpinen Art erstreckt. Meist sind es aber ornamentale Stauden, die zu sehr eindrucksvollen Solitärstauden mutieren.

Rodgersia (4) - Kastanienblatt

Ornamentale Stauden mit ausdrucksvollem Charme. Räumen Sie diesen Pflanzen genügend Platz in einer halbschattigen Lage ein, dass sie auch zur vollen Geltung gelangen. Humoser kräftiger Boden. Alle sehr kräftig, in in 11cm- und 13-cm-Töpfe!

Rohdea (2) - Omoto

- Mandarin: "Wan Nian Qing"; jap. "Omoto" - (Ruscaceae) Seltene, japanische Schattenstaude, deren Verwandschaft zu Bogenhanf offensichtlich ist. In ihrer Heimat geniest sie einen jahrhundertelangen, legendären Ruf und wird ähnlich der Leberblümchen geradezu kultartig verehrt. Es existieren eine Menge zumeist panaschierter Sorten, sowie solche mit verdrehten Blättern. Ausreichend winterhart in lehmig-humosen Böden, die leicht sauer reagieren sollten, in rauen Lagen Reisigschutz, da die Blätter wintergrün sind. Etabliert sich nur sehr langsam, ist aber enorm ausdauernd. Halbschatten bis Schatten, ganz besonders für Atriumgärten, Patios und Innenhöfe. Nach Möglichkeit freier Stand in gutem, nicht von Gehölzen durchwurzelter Boden.

Roscoea (1) - Ingwerorchidee

Ein Ingwergewächs aus dem Himalaya und China. Anspruchslos, deren Vertreter kräftigen, humosen Boden verlangen. Treiben in der Regel sehr spät aus, daher sichtbar etikettieren!

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