Pflanzen für Steingärten und Alpinum

Alpinum und Steingartenbereich wird auch die "Krone der Staudengärtnerei" genannt, vollkommen zu recht, wie ich meine! Denn nirgendwo anders finden wir eine so komplexe Pflanzenvielfalt vor, welche fast schon Spezialistentum fördert. Dieses überaus große Kapitel würde fast schon einen eigenen Katalog füllen! In dieser Rubrik finden Sie Stauden aus aller Welt, welche mehr oder weniger an Steine gebunden sind, bzw. aus Hochgebirgen stammen. Damit meint man sowohl polsterartige Zwerge hochalpiner Felsen und Matten, als auch höherwachsende Stauden, die ebenfalls aus Bergregionen stammen. Ähnlich sieht es mit den Pflegeansprüchen aus: während die meisten Polsterstauden in ihrer Haltung im Garten unkompliziert sind, so gibt es durchaus auch heikle Vertreter, denen viel Wissen und Können des Kultivateurs abverlangen. Scheuen Sie sich aber trotz allem nicht, auch mit Alpenpflanzen Ihren "Grünen Daumen" auszuprobieren. Schon auf wenigen Quadratmetern können wir eine Art Miniaturgebirge nachempfinden.
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Calceolaria (2) - Pantoffelblume

Die Pantoffelblumen stammen aus Südamerika, wenige Arten sind auch bei uns ausreichend winterhart. Sie zählen eigentlich nicht zu den Gebirgspflanzen, kommen sie in der Natur auch im Flachland vor. Ein kühler, beschatteter Standort ist von Vorteil.

Chiastophyllum (1) - Goldglöckchen

Eigentlich keine Steingartenpflanze. Sie passt am ehesten an Gewässer oder im Halbschatten zwischen Rhododendron als zarter Flächendecker.

Haberlea (1) - Rhodopenrächer, Felsenteller

Diese winterharte Verwandte unseres Usambaraveilchens möchte in senkrechten, nord-oder ostseitigen Kalkfelsfugen stehen. Einmal eingewachsen erfreuen sie uns fast ein ganzes Leben lang! Die Heimat sind die Rhodopen in Bulgarien und die Gebirge Nordgriechenlands.

Hydrocotyle (0) - Nabelwurz

Kleine, mattenbildende Pflanzen. Einige Vertreter dieser Gattung davon sind bei uns ausreichend winterhart.

Pleione (2) - Tibetorchidee

Pleionen zählen mit Abstand zu den am leichtesten zu kultivierenden Orchideen. Diese kleinen Erdordchideen vom Himalaya, Tibet, Yunnan und anderen Berggegenden und Monsuntälern Asiens sind zur Blütezeit unglaublich reizvoll! Von den rund 15 Arten kann lediglich Pleione limprichtii als ausreichend winterhart bezeichnet werden. Es sind eine Menge an Kultivare entstanden, welche jedoch nicht als winterhart gelten und daher kühl überwintert werden. Im Herbst nimmt man die Pseudobulben auf und kann diese lose in Papiersäckchen entweder im Kühlschrank oder im Keller trocken überwintern. Ab Mitte Februar wird in frisches, lockeres Substrat getopft, das sich aus Torf, etwas lehmiger Kompost, kleinen Rindenstückchen und Styropor zusammensetzt. Gelegentliches Düngen mit Flüssigdünger ist von großem Vorteil und fördert das Wachstum ungemein.

Wir besaßen zu früheren Zeiten eine ansehnliche Sammlung, die jedoch dem Mäusefraß zum Opfer fiel. Mäuse schätzen besonders den neuen Blütentrieb. Daher raten wir, die Pseudobulben stets lose in Papiersäckchen mäusesicher aufzubewahren und gegen Ende Februar frisch einzutopfen, wie oben beschrieben!

Primula (12) - Primeln

- Kissenprimeln und andere... - Wir sind bemüht, Ihnen im Besonderen ein Sortiment der alten Teppichprimeln (P.-pruhoniciensis-Sorten,auch unter dem Namen Primula-juliae-Hybriden verbreitet) anzubieten, sowie überhaupt wieder viele "altmodische" Sorten zu vermehren und in gärtnerische Obhut zu nehmen. Vieles ist schon verschollen, aber manches noch zu retten. Der Zahn der Zeit lässt sich manches Mal gerade noch aufhalten! Vor rund 20 Jahren gab es noch eine ganze Reihe an alten Primelsorten, jetzt hat man seine Mühe, diese ausfindig zu machen. Hier stehen noch eine ganze Reihe unbekannter Sorten aus verschiedenen Herkünften und Gärten, die noch nicht richtig zugeordnet werden konnten.

Leider hat uns der letzte Winter erhebliche Verluste beschert, so dass wir mit manchen Sorten wieder bei Null anfangen müssen!

Primula sieboldii (1) - Japanprimel

Die Japanprimeln zählen eigentlich nicht zu den Alpenpflanzen, sonder diese sind reine Waldstauden. In Japan werden Aberhunderte an Sorten kultiviert. Bald nach der Blüte ziehen sie ein. Normaler, lehmig-humoser Boden im Halbschatten trägt dazu bei, dass diese Primelm zu ansehnlichen Horsten wachsen und sich als sehr dauerhaft erweisen.

Ramonda (0) - Felsenteller

Ein bekanntes Tertiärrelikt vom Balkan und den Pyrenäen, problemlos in absonnigen Felsspalten gedeihend. Langsamwachsend, kann jedoch an geeigneter Stelle so alt wie ein Menschenleben werden. Ein echter Klassiker eines jeden Alpengartens, gehört sie doch zu den wenigen winterharten Gesneriengewächsen. Kalkreicher Rohhumus oder noch besser auf Kalksinter, wo der Felsenteller sich auch selbst aussähen kann.

Saxifraga (2) - Steinbrech

Diese riesige Gattung beherbergt mancherlei Überraschungen, vom kleinsten, hochalpinen Zwerg bis hin zu höheren Schattensteinbrech.

Soldanella (2) - Alpenglöckchen, Troddelblume

Diese liebenswerte Alpenstaude wächst in jedem schattigen Teil des Steingartens in humosem, torfig-sandigem Boden. Als Schneetälchen- und Waldstauden schätzen sie jedoch besonders Frühjahrsfeuchtigkeit, sowie einen kühlen Standort, auch zwischen oder vor zwergigen Rhododendron.

Wulfenia (4) - Wulfenie, Kärntner Kuhtritt

Bei dieser Gattung handelt es sich um Tertiärrelikte, die bei uns in jedem Alpinum im Schattenteil in humosen Böden problemlos gedeihen. Im Winter leicht mit Reisig gegen Barfröste zudecken, ansonsten sind sie aber vollkommen winterhart. Die meisten Verkaufspflanzen sind sehr kräftig und befinden sich im 11cm-Container.

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