Pflanzen für Steingärten und Alpinum

Alpinum und Steingartenbereich wird auch die "Krone der Staudengärtnerei" genannt, vollkommen zu recht, wie ich meine! Denn nirgendwo anders finden wir eine so komplexe Pflanzenvielfalt vor, welche fast schon Spezialistentum fördert. Dieses überaus große Kapitel würde fast schon einen eigenen Katalog füllen! In dieser Rubrik finden Sie Stauden aus aller Welt, welche mehr oder weniger an Steine gebunden sind, bzw. aus Hochgebirgen stammen. Damit meint man sowohl polsterartige Zwerge hochalpiner Felsen und Matten, als auch höherwachsende Stauden, die ebenfalls aus Bergregionen stammen. Ähnlich sieht es mit den Pflegeansprüchen aus: während die meisten Polsterstauden in ihrer Haltung im Garten unkompliziert sind, so gibt es durchaus auch heikle Vertreter, denen viel Wissen und Können des Kultivateurs abverlangen. Scheuen Sie sich aber trotz allem nicht, auch mit Alpenpflanzen Ihren "Grünen Daumen" auszuprobieren. Schon auf wenigen Quadratmetern können wir eine Art Miniaturgebirge nachempfinden.
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Delosperma (52) - Mittagsblume

Die natürliche Verbreitung der Mittagsblumen sind die afrikanischen Hochgebirge, sowie einige Gebirge der Arabischen Halbinsel. Unser Interesse gilt in erster Linie den Arten aus den Hochlagen Lesothos und Südafrikas. Die meisten der Mittagsblumen sind daher wesentlich härter, als man allgemein vermutet, wenn sie sich im Garten in überwiegend mineralischem Boden befinden. Unbedingt sollten sie eine ausreichend durchlässige Drainage erfahren. Ideal wäre, wenn sie über den Winter trocken stünden.

Einige Arten sind attraktive und vollkommen problemlose Sommerblüher für jeden Steingarten. Für eine dauerhaft erfolgreiche Kultur sorgt ein leicht sandig-lehmiger und dabei möglichst durchlässiger Boden in voller Sonne. Ein idealer Standort befindet sich entlang einer südseits gerichteten Hauswand, zusammen mit Yucca, winterharten Agaven und anderen südländisch anmutenden, exotischen Pflanzen.

Wir haben in den letzten Jahren eine große Anzahl an neuen Arten und Sorten ausprobiert und erstmalig in die Gartenkultur eingeführt. Auch in diesem Jahr ist das Sortiment wieder durch einige wertvolle Neuheiten ergänzt worden, allerdings verwerfen wir hierbei nach und nach einige Sorten, welche durch bessere ersetzt werden. Die Züchtung und Selektion von Mittagsblumen beschränkt sich nicht nur auf Winterhärte, sondern vor allem auf Reichblütigkeit und einer möglichst langen Blütezeit.

Die Winterhärte der Mittagsblumen ist sehr unterschiedlich zu betrachten. Fast alle Typen unseres Sortimentes sind ausreichend hart und gedeihen in den meisten Regionen in Mitteleuropa vorzüglich. Wenn Sie trotzdem auf Nummer sicher gehen möchten, dann sollten Sie im Laufe des Spätsommers einige Zweiglein dieser liebenswerten Pflanzen abzupfen und in sandigem Substrat zur Bewurzelung bringen, diesen kühl überwintern, sozusagen als eine Art Sicherungskopie! Dies gilt jedoch nur für raue Gegenden, sowie für die Sorten mit WH 4. So verlieren Sie ihre Mittagsblumen garantiert nicht. Bepflanzen Sie einmal ihre Balkonkisten mit Mittagsblumen und winterharten Kakteen! Das Gießen und Düngen beschränkt sich hier auf ein Minimum. Eine andere, ideale Art und Weise der Verwendung wäre als Beiwerk im Wurzelbereich von Kübelpflanzen!

Ein ausführlicher Artikel von Christian Kreß über diese liebenswerte Gattung ist in der Gartenpraxis im Oktoberheft 2011 zu lesen!

Unsere Einteilung nach der Winterhärte (Diese kann natürlich je nach Boden oder Klima differieren, ausgegangen wurde nach den hiesigen klimatischen Erfahrungen!) Wir leben hier in der Winterhärtezone 7 a.

1 Vollkommen winterhart, auch bei Winternässe und extremer Kälte. (Beispielsweise alle D. lavisiae oder D. obtusum-Sorten) 2 Bei Barfrost leichte Schäden, diese werden jedoch in der folgenden Wachstumsperiode wieder ausgeglichen. (Beispiel D. cooperi) 3 bis -15 Grad ohne Schnee und bei Trockenheit winterhart, doch unbedingt Schutz durch Vlies oder Reisig gegen Barfrost. (D.sphalmantoides) 4 nur in milden Gegenden und in milden Wintern überlebensfähig, bei uns quasi als "Edelsommerflor" zu betrachten. Im Herbst sollte diesen Sorten Stecklinge entnommen werden, diese werden kühl überwintert, damit man diese Sorten nicht verliert. (D.vinaceum-Sorten)

Dianthus (19) - Nelke

Hierunter sind unsere bekannten und beliebten Polsternelken zu finden, die in keinem Steingarten fehlen dürfen. Neben ihrer reichen Blüte in den unterschiedlichsten Farben sollte auch auf eine gute und stabile Polsterbildung geachtet werden. Lockerer, leicht sandiger Boden sagt ihnen am meisten zu. Neben der Verwendung in Steingärten sind Nelken als Einfassungspflanzungen und in Trögen sehr gut zu gebrauchen.

Dodecatheon (2) - Götterblume

Die Götterblumenblüte erinnert an Cyclamen und strahlt etwas Geheimnisvolles aus. Jeder Standort im Garten, aber der Boden sollte leicht und nicht zu trocken sein. Kann auch am feuchten Teichrand Verwendung finden.

Draba (1) - Hungerblüchen

Liebenswerte Kleinstauden, die in keinem Alpinum fehlen dürfen. Reine Felsbesiedler in voller Sonne.

Dracocephalum (1) - Drachenkopf

Interessante und sehr vielgestaltige Gattung, von anspruchslosen Wildstauden bis zu heiklen, hochalpinen Polsterstauden. Die meisten Vertreter kommen in Zentralasien vor.

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