Pflanzen für Steingärten und Alpinum

Alpinum und Steingartenbereich wird auch die "Krone der Staudengärtnerei" genannt, vollkommen zu recht, wie ich meine! Denn nirgendwo anders finden wir eine so komplexe Pflanzenvielfalt vor, welche fast schon Spezialistentum fördert. Dieses überaus große Kapitel würde fast schon einen eigenen Katalog füllen! In dieser Rubrik finden Sie Stauden aus aller Welt, welche mehr oder weniger an Steine gebunden sind, bzw. aus Hochgebirgen stammen. Damit meint man sowohl polsterartige Zwerge hochalpiner Felsen und Matten, als auch höherwachsende Stauden, die ebenfalls aus Bergregionen stammen. Ähnlich sieht es mit den Pflegeansprüchen aus: während die meisten Polsterstauden in ihrer Haltung im Garten unkompliziert sind, so gibt es durchaus auch heikle Vertreter, denen viel Wissen und Können des Kultivateurs abverlangen. Scheuen Sie sich aber trotz allem nicht, auch mit Alpenpflanzen Ihren "Grünen Daumen" auszuprobieren. Schon auf wenigen Quadratmetern können wir eine Art Miniaturgebirge nachempfinden.
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Papaver (1) - Mohn

Vielschichtige Gattung mit wunderhübschen Arten für die verschiedensten Gartensituationen. Die Abkömmlinge des Orientalischen Mohnes ziehen nach der Blüte ein, um im September wieder auszutreiben.

Paronychia (3) - Mauermiere

Vielgestaltige Gattung der unterschiedlichsten Gebirge des Mittelmeerraumes und des Balkans. Die meisten bilden dichte Polster, vertragen enorm viel Hitze und Trockenheit, sind trittfest und versagen nie.

Penstemon (3) - Bartfaden

Die Bartfäden sind eine sehr artenreiche Gattung aus Nord-und Mittelamerika, viele davon sind reine Gebirgspflanzen und eignen sich daher auch als Steingartenstauden. Siehe auch unter der Kategorie "Beetstauden", die Übergänge sind fließend!

Phlox (1) - Flammenblume

Mannigfaltige Gattung, vom kleinsten Zwerg alpiner Gefilde bis hin zu hohen Beetstauden. Polsterphlox ist momentan etwas aus der Mode gekommen, ganz im Gegensatz zu seinen höheren Vertretern. Aber die Zeiten können sich wieder ändern! Viele der alpinen Phloxarten sind heikel und schätzen wie die zwergigen Bartfaden einen Silikatuntergrund.

Phyla (1) - Verbenaceae

Dieses Verbenengewächs wächst zu dichten Teppichen und hieß früher Lippia nodiflora.

Plantago (1) - Wegerich

Diese Gattung beherbergt auch Arten für den Steingarten.

Platycodon (1) - Ballonblume

Sehr beliebte Pflanzen, die mit den Jahren zu regelrechten Massenartikeln wurden. Sonne bis Halbschatten.

Pleione (2) - Tibetorchidee

Pleionen zählen mit Abstand zu den am leichtesten zu kultivierenden Orchideen. Diese kleinen Erdordchideen vom Himalaya, Tibet, Yunnan und anderen Berggegenden und Monsuntälern Asiens sind zur Blütezeit unglaublich reizvoll! Von den rund 15 Arten kann lediglich Pleione limprichtii als ausreichend winterhart bezeichnet werden. Es sind eine Menge an Kultivare entstanden, welche jedoch nicht als winterhart gelten und daher kühl überwintert werden. Im Herbst nimmt man die Pseudobulben auf und kann diese lose in Papiersäckchen entweder im Kühlschrank oder im Keller trocken überwintern. Ab Mitte Februar wird in frisches, lockeres Substrat getopft, das sich aus Torf, etwas lehmiger Kompost, kleinen Rindenstückchen und Styropor zusammensetzt. Gelegentliches Düngen mit Flüssigdünger ist von großem Vorteil und fördert das Wachstum ungemein.

Wir besaßen zu früheren Zeiten eine ansehnliche Sammlung, die jedoch dem Mäusefraß zum Opfer fiel. Mäuse schätzen besonders den neuen Blütentrieb. Daher raten wir, die Pseudobulben stets lose in Papiersäckchen mäusesicher aufzubewahren und gegen Ende Februar frisch einzutopfen, wie oben beschrieben!

Primula (43) - Primel

Große Pflanzengattung, die eine Menge liebenswerter Schmankerln beinhalten, für jeden Pflanzenliebhaber ist da etwas dabei! Der Vollständigkeit halber sind weiter unten auch die Wald- und Beetprimeln angeführt.

Alpenprimeln (Sektion Auriculastrum)

Sie finden hier viele Arten und Naturbastarde, die leider kaum mehr angeboten werden. Es sind dies beglückende Juwele, die bei richtiger Pflege jahrelang erfreuen! Richtige Pflege bedeutet im Steingarten oder Trog ein halbschattiges Plätzchen mit geringem Humusanteil und überwiegend mineralischem Boden. Achtung: einige wachsen zufriedenstellend ausschließlich an beschatteten Plätzen, je nach Art und Herkunft teils in Silikat (Urgestein, teils Kalk. Ein regelmäßiges Umpflanzen ist alle paar Jahre vonnöten, um diese vital und gesund zu halten. Dies kann vor Ort geschehen, in dem man diese aufnimmt und tiefer pflanzt, gelegentliches Verjüngen ist dann ebenfalls vonnöten.

Primula (13) - Primeln

- Kissenprimeln und andere... - Wir sind bemüht, Ihnen im Besonderen ein Sortiment der alten Teppichprimeln (P.-pruhoniciensis-Sorten,auch unter dem Namen Primula-juliae-Hybriden verbreitet) anzubieten, sowie überhaupt wieder viele "altmodische" Sorten zu vermehren und in gärtnerische Obhut zu nehmen. Vieles ist schon verschollen, aber manches noch zu retten. Der Zahn der Zeit lässt sich manches Mal gerade noch aufhalten! Vor rund 20 Jahren gab es noch eine ganze Reihe an alten Primelsorten, jetzt hat man seine Mühe, diese ausfindig zu machen. Hier stehen noch eine ganze Reihe unbekannter Sorten aus verschiedenen Herkünften und Gärten, die noch nicht richtig zugeordnet werden konnten.

Leider hat uns der letzte Winter erhebliche Verluste beschert, so dass wir mit manchen Sorten wieder bei Null anfangen müssen!

Primula Showauricula (29) - Englische Schauaurikeln

Diese prächtigen Primeln werden inzwischen auch bei uns zunehmend beliebter! Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die schon seit Jahrhunderten gesammelt und gezüchtet wurden. Die Herkunft, bzw. der sogenannte Locus classicus von Primula x pubescens, der Ausgangsart all dieser Hybriden befindet sich in der Nähe des Brennerpasses, wo Kalk und Urgestein, wo Primula auricula und P. hirsuta aufeinandertreffen und sich hybridisieren. Von dort kamen vor rund 200 Jahren die ersten Naturauslesen nach Wien, wo sie mitten in der Stadt von einigen Alpenpflanzenliebhabern in Folge züchterisch bearbeitet wurden. Wenig später kamen einiges davon nach Belgien (Lüttich, Luik = Luiker Hybriden), dort entstanden dann in Folge die ersten der sogenannten Luiker Hybriden. Der eigentliche Auftakt der züchterischen Arbeit begann aber erst viel später, vor allem in Großbritannien. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 2.000 Sorten, die in einzelne Klassen und Zuchtrichtungen eingeteilt wurden. Viele Sorten sehen sich allerdings sehr ähnlich und jedes Jahr finden Wettbewerbe statt! Zur Pflege: Durchlässiges Substrat, bestehend aus 1/4 Lehm (Maulwurfshügelerde), 2/4 aufgedüngter Blumenerde und 1/4 scharfem Sand. Es sollte bei Topfkultur nach Möglichkeit jedes Jahr umgetopft werden, am besten Anfang September! Nur so beugt man dem Befall von Wurzelläusen vor. Wir bieten Ihnen in der Gärtnerei die typischen Aurikeltöpfe an, welche handgedreht und frosthart sind, jedes Exemplar ist ein Unikat! Lichter Halbschatten, entweder in Töpfen auf einem Aurikeltheater oder im Steingarten im Halbschatten. Bei Topfkultur den Winter über trocken und geschützt, aber in kühlem Umfeld aufstellen.

Primula sieboldii (9) - Japanprimel

Die Japanprimeln zählen eigentlich nicht zu den Alpenpflanzen, sonder diese sind reine Waldstauden. In Japan werden Aberhunderte an Sorten kultiviert. Bald nach der Blüte ziehen sie ein. Normaler, lehmig-humoser Boden im Halbschatten trägt dazu bei, dass diese Primelm zu ansehnlichen Horsten wachsen und sich als sehr dauerhaft erweisen.

Pterocephalus (2) - depressus

Zwergskabiosen aus Hochgebirge der Türkei, des Balkans und Nordafrikas. Trockener und sonniger Standort. Anspruchslos, wenn kiesreicher Untergrund gegeben wird. Dichte Polster bildend.

Pulsatilla (1) - Kuhschelle

Liebenswerte, typische Pflanzen der Bergwiesen und Almen, aber auch der Steppenheiden. Die meisten sind in Haltung und Pflege unproblematisch.

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